6 wichtige Dinge für eine wirkungsvolle Über mich Seite

6 wichtige Dinge für eine wirkungsvolle Über-Mich Seite

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6 wichtige Dinge für eine wirkungsvolle Über-Mich Seite

 

Die meisten Blogger realisieren irgendwann einmal, dass sie eine “Über mich” Seite in ihrem Blog brauchen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie auch wirklich ihren Zweck erfüllt.

Nachdem ich mir in den letzten 12 Monaten eine Menge Blogs angesehen habe, habe ich oft feststellen müssen, dass die „Über mich“ Seite sehr häufig nicht richtig genutzt wird und meistens falsch aufgesetzt wird.

© Ljupco – iStockPhoto.com

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Natürlich gibt es auch hier nicht den einen richtigen Weg, das zu tun. Trotzdem sollte die Seite unter Berücksichtigung der typischen Denkweise eines neuen Besuchers in Ihrem Blog erstellt werden. Und die sieht so aus …

„Wer ist dieser Typ hier und warum sollte der mich interessieren?“

Das stimmt. Ihre Besucher wollen wissen, was sie davon haben, sich Ihren Blog anzusehen.

Was noch wichtiger ist, sie wollen es JETZT wissen. Nicht in fünf Sekunden – JETZT.

Sie sollten grundsätzlich jeden neuen Besucher Ihres Blogs als ungeduldig, Ihnen wenig Aufmerksamkeit schenkend und fast einschlafend ansehen. Das mag Ihnen vielleicht extrem vorkommen, aber es ist näher an der Wahrheit, als Sie es sich eingestehen wollen.

Unsere Aufmerksamkeit ist heutzutage sehr oberflächlich. Wir surfen an einem durchschnittlichen Tag an mehr Dingen vorbei, als wir verarbeiten können. Dieser dauernde Zufluss an Informationen ist verdammt einschläfernd. Es braucht also etwas besonders schlagkräftiges, um sie aufzuwecken.

Stellen Sie sich die „Über mich“ Seite Ihres Blogs als eine Verkaufsseite für Ihren Blog vor. Die Leute haben kein Interesse daran, etwas über Ihren persönlichen Werdegang zu erfahren. Die wollen wissen, warum Sie etwas für die bedeuten sollen. Was haben Sie zu bieten?

Deswegen ist es so wichtig, auf der „Über mich“ Seite alles richtig zu machen. Meine Analysen bestätigen mir immer wieder, dass die „Über mich“ Seite eine der am häufigsten besuchten Seiten im Blog ist.

Nr. 1 – Nennen Sie sie einfach „Über mich“

Stellen Sie unbedingt sicher, dass die Seite oben in der Navigation zu finden ist und dass sie einen möglichst einfachen und eindeutigen Titel hat, wie „Über mich“. Keine verrückten Bezeichnungen bitte, sie könnte sonst übersehen werden.

Versuchen Sie bitte auch niemals, die „Über mich“ Seite in irgendein Widget in der Sidebar zu stopfen. Da bekommt sie bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit wie in der Navigationsleiste ganz oben. Meine Tests haben ganz eindeutig bewiesen, dass sie dort am meisten Klicks bekommt.

Nr. 2 – beantworten Sie sofort die Frage „Warum sollte mich das interessieren?“

Nennen Sie Ihren Besuchern so schnell wie möglich die Hauptgründe, warum sie Ihnen überhaupt Aufmerksamkeit schenken sollen.

Auf meiner „Über mich“ Seite sagt schon der erste Satz den Leuten, was ich mache: „Ich biete Bloggern täglich kostenlose hochwertige Informationen über das Bloggen“. Peng. Fertig. Jetzt wissen Sie es.

Als nächstes gebe ich ihnen die “Kurzversion” und nutze dafür ganz absichtlich eine Auflistung. Warum? Weil ich in Erwägung gezogen habe, dass mein Zielpublikum (Blogger) unter Aufmerksamkeitsmangel leiden könnte. Es besteht eine ziemliche Wahrscheinlichkeit, dass das hier nicht der erste Blog über das Bloggen ist, der ihnen über den Weg läuft.

So eine Auflistung ist schnell zu erfassen und ich komme schnell zum Kern meiner Glaubwürdigkeit und warum es sich lohnt, mir zuzuhören.

Viel zu oft sehe ich Blogger, die auf ihrer „Über mich“ Seite ziemlich schnodderig rüberkommen. Sie springen zurück in ihre Kindheit oder ergehen sich in einer ellenlangen Biografie. Aber nichts davon beantwortet die Frage „Warum sollte mich das interessieren?“

Nr. 3 – Glaubwürdigkeit aufbauen

Das hängt mit der Nr. 2 da oben ziemlich eng zusammen, aber Sie müssen sich darauf konzentrieren, Ihre Glaubwürdigkeit aufzubauen. Was gibt Ihnen das Recht, darüber zu sprechen, was Sie in Ihrem Blog tun?

Hier ist ein Tipp für Sie – wenn Sie nicht das Gefühl haben, dass Sie von sich aus ausreichend Glaubwürdigkeit aufbauen können, dann „leihen“ Sie sie sich. Ein sehr guter indirekter Weg zum Aufbau von Glaubwürdigkeit besteht darin, einen Zusammenhang mit bekannten Quellen von Glaubwürdigkeit herzustellen. Eine Möglichkeit dafür besteht in Zitaten aus Ihrer Nische.

Was Sie damit erreichen, ist die Wichtigkeit dessen, was Sie tun darzustellen, womit Sie indirekt Ihre Glaubwürdigkeit erhöhen. Ein weiterer Weg, das zu erreichen, besteht darin, Bilder von Ihnen zusammen mit bekannten, vertrauenswürdigen Personen zu zeigen. Wenn Sie das nächste Mal auf einer Konferenz in Ihrer Nische sind, und dort solche Leute treffen, dann lassen Sie sich zusammen mit denen fotografieren.

Nr. 4 – Ein Foto von Ihnen selbst

Die Menschen sind sehr visuell (na ja, jedenfalls die meisten). Und, wir binden uns an Menschen, nicht an Websites. Also zeigen Sie sich! Es gibt kaum etwas langweiligeres, als eine lange, nur aus text bestehende „Über mich“ Seite.

Nr. 5 – erzählen Sie eine Geschichte

Nun, das ergibt sich meistens ganz von selber. Es gibt sehr viele Blogger, die auf ihrer Seite eine Menge Hintergrund-Informationen über sich zum Besten geben. Das ist toll. Aber …

Machen Sie es interessant und scan-bar.

Wenn Sie sich meine Seite „Über mich“ ansehen, stellen Sie fest, dass ich das Thema von zwei Seiten aus angegangen bin. Da ist einerseits eine rein visuelle Geschichte darüber, wie ich dort hingekommen bin, wo ich heute bin. Die Augen der Leute gehen automatisch dort hin nach rechts, wenn sie auf die Seite kommen – und das nur durch das gewählte Design der Seite.

Wenn Sie sich dann den Textteil ansehen, stellen Sie fest, dass ich ihn mit Überschriften unterteilt habe. Diese Überschriften haben den Zweck a) die Kurzversion der Geschichte zu erzählen und b) hoffentlich den Besucher dazu zu bringen, danach direkt den Rest des Textes darunter zu lesen.

Schließlich besteht für Sie ausschließlich der Bedarf, Ihren Lesern das zu berichten, was wirklich relevant für Ihre persönliche „Marke“ ist. So hätte ich auf meiner „Über mich“ Seite über alle möglichen Dinge aus meinem Leben berichten können (meine Haustiere, meine Freizeitaktivitäten usw.), aber das habe ich nicht gemacht. Warum? Weil das in keiner Weise dazu beitragen würde, meine Glaubwürdigkeit zu steigern, oder irgend einen Grund liefern würde, warum jemand meinen Blog lesen sollte.

Ich erzähle deswegen nur so viel, dass jeder mitbekommt, warum ich blogge und mische das Ganze mit ein wenig persönlichen Details.

Nr. 6 – führen Sie die Aufmerksamkeit

Da kommt jemand auf Ihre „Über mich“ Seite. Dann findet er heraus, warum Sie interessant für ihn sein könnten. Dann hat er ein wenig über Sie gelernt (das was sinnvoll ist). Und was jetzt?

Jetzt müssen Sie ihn irgendwo hin führen. Geben Sie ihm Möglichkeiten an die Hand, weiter in Kontakt mit Ihnen zu bleiben, indem Sie klare Handlungsaufforderungen geben (call-to-action). Am Ende des Tages wollen Sie doch eine Möglichkeit haben, Ihre Erstbesucher wieder in Ihren Blog zurück zu bringen und sie so zu Fans zu machen.

Also ist doch ein Link auf Ihre Email-Liste (oder eine eingebaute Opt-In-Form), Links zu sozialen Medien usw. eine gute Möglichkeit, oder?

Der Trick besteht darin, dass Sie sich auf die Form von Handlungsanweisung konzentrieren, die in Ihrer Branche, Ihrer Nische relevant sind. In meiner Nische (Blogger) arbeitet man mit RSS-Feeds. IN vielen anderen Märkten weiß vielleicht kaum jemand, was RSS überhaupt ist. Da würde es wenig Sinn machen, sie dazu überreden zu wollen, sich für Ihren RSS-Feed anzumelden. Bieten Sie ihnen lieber etwas an, was sie verstehen und kennen, wie zum Beispiel die Anmeldung zu einem Newsletter o.ä.

In meinem Fall weiß ich, dass die Leute visuell durch die Bilder neben dem Text nach unten geführt werden. Und nur deswegen habe ich die relevanten Handlungsaufforderungen dort unter den Bildern angeordnet.

Und jetzt sind Sie dran …

Sehen Sie sich jetzt einmal Ihre „Über mich“ Seite genau an. Ist sie wirklich so aufgestellt, dass sie die Erstbesucher richtig anspricht? Haben Sie sie strategisch richtig aufgestellt?

Wenn Sie in einem Kommentar über die Veränderungen an Ihrer „Über mich“ Seite berichten, dürfen Sie gerne einen Link auf diese Seite in Ihrem Kommentar hinterlassen.

Jürgen Schnick

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{ 15 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

Kraichgau März 5, 2013 um 23:05

Hey, sehr interessanter Beitrag haben Sie hier veröffentlicht. MFG

Maria Wiegandt Februar 24, 2013 um 21:51

Danke für die vielen Tipps! Ich war auf der Suche nach Ideen und Tipps, allerdings nicht für einen Blog, sondern für meine Webseite. Die Wichtigkeit einer guten “Über mich” – Seite hatte ich vorher unterschätzt.

LG
Maria

Juergen November 25, 2012 um 11:18

Hallo Jessica,

das freut mich!

Jürgen Schnick

J.G. November 19, 2012 um 14:59

Danke, genau solche Tipps habe ich gesucht!

Juergen Oktober 27, 2012 um 06:59

Hallo Marie Irina,

herzlichen Dank für das nette Lob

Jürgen Schnick

Marie Irina Oktober 25, 2012 um 13:35

Selbstdarstellung klar, ungeschminkt und doch mit Charisma und Humor …
ich habe in den letzten 2 Jahre mehr pausiert als geschrieben … Wissen will
geschrieben werden ..
Lese Euch

Marie Irina
med. Reisende

Jan Oktober 16, 2012 um 13:01

Hallo Jürgen,

vielen Dank für den lesenswerten Artikel.
Ich selber habe schonmal eine kurze Biografie über mich geschrieben, aber dann doch wieder die “Über mich” Seite entfernt, weil ich nicht wirklich wusste ob das die Leser interessiert.

Dank deiner Tipps, vorallem der Denkweise mit der du herangehst, ist die “Über mich” Seite viel effizienter umsetzbar. Ich werde mich auch bald wieder daran setzen.

Gruß Jan

Juergen Juli 10, 2012 um 07:28

Hallo Ingrid, das freut mich. Ich bin überzeugt davon, dass eine wirklich gut gemachte Über-mich Seite zusätzliche Bindung der Leser schafft. Also: viel Erfolg!

Jürgen Schnick

Ingrid Schwarz | Internetmarketing Juli 9, 2012 um 16:41

hallo jürgen,
habe selbst noch keine “über mich” seiten auf meinen blogs. dachte immer, das interessiert doch eh keinen.
werde mir da doch jetzt mal gedanken machen.
vielen dank für die infos.
lg
ingrid

Jan Daniel Juli 25, 2011 um 10:44

Hallo,
vielen dank für diese guten Tipps.
Da ich relativ neu in dem Bereich Bloggen bin, werde ich mich sofort dran setzten eine eigene Über-Mich Seite zu gestalten.
Wenn sie fertig ist werde ich sie hier mal präsentieren.

Heike von Broock Januar 18, 2011 um 02:12

Hallo Jürgen, freue mich über dein Lob. Bin auf weitere Artikel in deinem Blog gespannt.
Herzlichst. Heike

Juergen Januar 15, 2011 um 18:57

Hallo Heike, herzlich willkommen bei Erfolgs-Blogging und Danke für den ersten Kommentar hier.

Mir gefällt deine neue Über-mich Seite sehr gut, so sollte sie aussehen.

Viel Erfolg weiterhin!

Herzliche Grüße Jürgen Schnick

Heike von Broock Januar 14, 2011 um 23:14

Lieber Jürgen,
tolle Tipps. Ich habe mich auch mal daran versucht sie umzusetzten und meine “über mich-Seite” überarbeitet. Ich hoffe, es ist mir gelungen: http://bit.ly/hU0o8y
Herzlichen Dank für deinen tollen Blog.
Gruß Heike von Broock

Bernd Januar 14, 2011 um 06:45

Hätte ich ihn damals nur auf Bild gebannt, meinen ersten Genie 16: 8086 mit 2 Floppies und 10 MB Festplatte! Oder die Speichertrommel, die wir im RZ hatten: Einen Rechner mit sage und schreibe 1,5 MB Kernspeicher! Ok, Lochkarten hab ich noch, sind aber ungelocht, und wo finde ich heute noch einen Locher? Also dann, danke für die “über mich” Tipps!

Gruß
Bernd

Steffen Januar 14, 2011 um 03:03

guter Tipp das muss ich auch noch umsetzten vielen dank.

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