WordPress Blog erstellen – Installation, Design und Plugins
Nachdem es im ersten Teil dieser Artikelserie unter dem Titel „Blog oder Blogger“ nur um grundlegende Überlegungen gegangen ist und um die Wahl der am besten geeigneten Blogsoftware, soll es hier im zweiten Teil um Plugins für den WordPress Blog und Designs, die sogenannten Themes, gehen.
Um WordPress Themes wird es in diesem Artikel allerdings weniger geben, denn Designs sind in erster Linie Geschmackssache.
Plugins werden dagegen genauer behandelt, da es bei Plugins inzwischen meiner Meinung nach Standards gibt, die in einem erfolgreichen Weblog nicht fehlen dürfen.
Für den weiteren Verlauf dieses Artikels ist es notwendig, die Blogsoftware WordPress bereits installiert zu haben, oder diese zumindest in Zukunft nutzen zu wollen.
Ist WordPress bereits installiert, kann Punkt 1 im Artikel übersprungen werden. Es ist dann sinnvoll, direkt zu „Punkt 2 – WordPress Themes“ zu wechseln.
Nun wünsche ich viel Spaß und viele neue Erkenntnisse durch den zweiten Teil der Artikelserie.
Punkt 1 – WordPress Installationsanleitung
Vorbereitungen: Um WordPress auf dem eigenen Server zu installieren, muss sichergestellt sein, dass der Server PHP5 oder mindestens PHP4 unterstützt. Im Zweifel sollte man das bei seinem Provider abfragen, denn viele Probleme nach der Installation lassen sich so vermeiden.
Außerdem muss seit WordPress 2.9 auch mindestens MySQL Version 4.1.2 als Datenbank vorhanden sein. Wer sich unsicher ist, sollte auch dazu vorher seinen Provider kontaktieren oder in seinem Webspace / Server-Angebot nachsehen. Ich empfehle dringend, erst wenn diese Fragen geklärt sind, weiter zu machen.
WordPress wird auf wordpress-deutschland.org bereits mit deutscher Sprachdatei zum Download angeboten. Um die aktuelle deutsche Version von WordPress zu beziehen, geht’s auf die folgende Downloadseite: WordPress-Deutschland Download. Hier klicken wir nun auf das große .zip und laden die aktuelle Version auf die Festplatte.
Nach dem Download werden die Dateien entpackt und der Ordner „wordpress“ auf der Festplatte wird geöffnet. Darin befindet sich die Datei „wp-config-sample.php“ die jetzt mit einem Editor geöffnet wird. Ich empfehle als Editor Phase5 (http://www.phase5.info/) der kostenlos als Download verfügbar ist. In der Datei müssen ab der Zeile 16 Angaben zwingend gemacht werden, die erforderlich sind, bevor WordPress installiert werden kann. Außerdem müssen die Zeilen 45, 46, 47, 48 noch mit einer beliebigen, langen zufälligen Zahlen-Buchstaben-Kombination gefüllt werden.
Die weiteren Zeilen müssen in der Regel nicht editiert werden. Die Datei kann nun gespeichert werden. Im Anschluss muss die Datei in „wp-config.php“ umbenannt werden. Jetzt wird im Ordner „wordpress“ noch eine Datei mit dem Namen .htaccess erstellt. Die Datei muss leer sein, der Punkt vor dem Namen gehört unbedingt dazu.
Die lokalen Vorbereitungen sind damit abgeschlossen. Mit einem FTP-Proprogramm (http://www.filezilla.de/) werden jetzt alle Dateien und Ordner die sich innerhalb vom Ordner „wordpress“ befinden, in den Ordner auf dem Server übertragen, der für die Website das Root-Verzeichnis (Hauptverzeichnis) darstellt, in dem der Weblog installiert werden soll. Sprich, in den Ordner, in den die Domain für das Weblog hinleitet. Die Dateien readme, liesmich und license können vorher, oder nachträglich gelöscht werden.
Nun muss man die Domain vom Blog aufrufen. Der Browser wählt dann automatisch die Installationsdatei an. Geschieht dies nicht, muss man hinter die Domain per Hand noch „/wp-admin/install.php“ anfügen (ohne „Anführungsstriche“). Er erscheint nun die Installationsroutine die nur wenige Schritte lang ist. Blogname (Titel) und die E-Mailadresse müssen angelegt werden.
Im nächsten Schritt bekommt man den Benutzernamen und das Passwort. Unbedingt das Passwort speichern. Nach dem ersten Login in den Adminbereich, wird empfohlen das Passwort zu wechseln. Dazu auf „Benutzer -> Dein Profil“ in der Navigation klicken und das Passwort wechseln. Findet man die Seite nicht direkt, einfach mal „/wp-admin/profile.php“ an die Adresse hängen.
Glückwunsch, die WordPress-Installation ist abgeschlossen! Jetzt ist das eigene Weblog aber noch nicht fit für den Einsatz! Es fehlen noch Plugins und ein anständiges Design, denn im Augenblick wird man noch vom WordPress Standard-Theme gelangweilt.
Punkt 2 – WordPress Themes (Designs) installieren
Für WordPress stehen Tausende kostenlose, aber auch sehr viele kostenpflichte Themes zur Verfügung. Die kostenlosen Themes findet man am besten per „Kostenlose WordPress Themes“ oder „free wp themes“ in Google. Die kostenpflichtigen Designs heißen „Premium WordPress Themes“ und können auch unter diesem Suchbegriff leicht und in großer Auswahl gefunden werden.
Die Installation von einem neuen Design geht sehr einfach. Man zieht das Design auf die Festplatte und schiebt dann den Ordner des Designs, inklusive aller Unterordner und Dateien, auf den Server. Zielordner ist „/wp-content/themes/“. Im Adminbereich von WordPress findet man jetzt in der Übersicht der Themes das neue Theme aufgeführt und kann es direkt aktivieren oder sich erst eine Vorschau ansehen.
Nach der Aktivierung ist das neue Theme sofort im Live-Modus und wird von allen Besuchern wahrgenommen. Wahlweise müssen jetzt Dateien an die eigenen Wünsche angepasst werden. So bekommt vielleicht der Header ein neues Logo (header.php), die Navigation soll verändert werden (sidebar.php) usw. Die Navigation kann auch per Widgets angepasst werden. Zu finden ebenfalls im Adminbereich unter dem Punkt Design.
Viel mehr gibt es über WordPress Themes grundsätzlich nicht zu sagen. Es bleibt Geschmackssache und nach meiner Erfahrung bleibt man als Blogger nicht lange bei der ersten Wahl. Man kann mit einem WordPress Theme Generator auch eigene Designs erstellen. Am besten funktioniert dies mit der Software Artisteer – Theme Generator.
So, damit ist der erste Teil beendet. Im zweiten Teil geht es dann um die wichtigsten Plugins für WordPress Blogs.
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, würde ich mich über einen kleinen Kommentar sehr freuen. Wenn er Ihnen nicht gefallen hat, würde ich mich ebenfalls über einen Kommentar freuen, denn nur dann kann ich in Zukunft besser werden.
Jürgen Schnick
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{ 5 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Hi,
ich habe mir eben einer meiner Blogs geschrottet und wegen der weißen Seite google ich gerade nach Tipps, woran es liegen könnte und wie man Abhilfe schaffen kann. Spannender Artikel hier, der mir bei meinem speziellen Problem zwar nicht geholfen hat, aber wer so nett nach einem Kommi fragt, der bekommt auch einen von mir.
LG, Steffi
Toller Artikel, aber wo finde ich den zweiten Teil?
Werde mir jetzt Schritt für Schritt einen Blog basteln und werde diese Seite nebenbei geöffnet lassen
moin moin, ich suche jemanden der mir ein komplett neuen blog erstellt und einrichtet.
dachte da so an wordpress.
soll auch nicht umsonst sein.
danke und gruß
daniel
Hallo Jürgen, vielen Dank für den netten Kommentar. Vielleicht sollte ich das auch tun… Gruß Jürgen
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