10 Hauptfehler bei der Promotion Ihres Blogs

Fehler bei der Blog Promotion

Vor ein paar Tagen stellte mir bei Facebook ein Blogger, dessen Blog erst wenige Wochen alt war die Frage, welches denn die 10 größten Fehler bei der Werbung für den eigenen Blog seien. Trotz einigem Nachdenken fielen mir zuerst nur drei oder vier Fehler ein, nach einigen weiteren Überlegungen kam ich dann doch auf zehn (na gut, eigentlich nur neun, Nummer 10 habe ich dann mehr aus Spaß dazu geschrieben.

Hier ist die Liste, was man als neuer Blogger, als Firma, als Selbstständiger und auch sonst bei der Bewerbung seines Blogs vermeiden sollte:

1. Eigenwerbung vor dem Teilen von Wissen. Zu viele neue Blogger fangen sofort mit der Eigenwerbung für Ihre Posts an, indem sie diese auf allen bekannten Social Bookmarking Plattformen bookmarken, Emails an Freunde und Bekannte verschicken und ihre Follower bei Twitter per Tweets über jeden Post informieren.

Daran ist erst einmal grundsätzlich nichts falsch. Um aber Einfluss in der Sphäre der Social Networks zu gewinnen, müssen Sie mehr als Ihren eigenen Content mit den Menschen dort teilen oder Sie werden sehr schnell als Spammer angesehen.

Bewerben Sie daher zuerst guten Content von überall aus dem Web, aus den Blogs von Freunden, lustige Dinge, die Sie bei YouTube gefunden haben usw. bevor Sie damit beginnen, Ihren eigenen Content zu bewerben.

Selbst dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Eigenwerbung immer auf Sparflamme gekocht wird.

Die meisten erfolgreichen Blogger sind mit Bloggern befreundet, die sehr gute Profile haben und die sehr viel Einfluss auf den Social Bookmarking Sites besitzen und so immer jemanden finden, der ihre Posts auf den verschiedenen Sites bookmarkt.

2. Mehr Konzentration auf Werbung statt auf Content. Mir ist es egal, ein wie guter Verkäufer oder Werbeexperte Sie sind. Wenn Sie sich nicht von Anfang an darauf konzentrieren, guten Content herauszugeben, werden Sie niemals ein wirklich erfolgreicher Blogger werden. Sie müssen das liefern, was die Leute lesen wollen oder die Leute werden nicht mehr zu Ihnen kommen.

3. Zu viel Werbung auf zu vielen Plattformen. Bloglines, StumbleUpon, Facebook, Twitter, Digg … womit fängt man als Blogger am besten an? Unglücklicherweise fangen die meisten neuen Blogger mit allen diesen Plattformen, oder noch mehr davon, gleichzeitig an. Ein besserer Weg ist der, sich auf die Plattform zu konzentrieren, die für Ihr Publikum am meisten Sinn macht. Erst nach einiger Zeit, wenn Sie erstens genug Content in Ihrem Blog haben und auch bereits über eine größere Community verfügen, können Sie weitere Plattformen hinzunehmen.

4. Nichtnutzung anderer Blogger. Viele neue Blogger vergessen leider, dass es nicht eines riesigen sozialen Netzwerkes bedarf, um eine aktive Community anzusprechen. Andere Blogs, oder besser gesagt die Bereiche mit den Kommentaren in guten Blogs sind so etwas wie kleine Communities in sich.

5. Keine Kommentare in anderen Blogs schreiben. Zusätzlich zu Nr. 4 da oben sollten Sie sich aktiv in den Communities anderer Blogs, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie Ihr eigener Blog, einbringen und Kommentare schreiben. Wenn Sie dort zeigen, dass Sie sich bei bestimmten Themen sehr gut auskennen und sich dazu mit anderen austauschen, werden sich viele Leser auch einmal zu Ihrem Blog durchklicken und damit beginnen, auch bei Ihnen Kommentare abzugeben.

6. Den Wert von Auge-zu-Auge Gesprächen unterschätzen. Nichts bringt mich mehr dazu, den Blog von jemandem zu lesen, als ein persönliches Gespräch mit diesem Menschen. Wenn ich einen persönlichen Kontakt mit jemandem hatte, mit einer lebendigen Person, dann vermittelt mir das den Eindruck, denjenigen zu kennen, wenn auch nicht sehr gut. Dadurch wird in mir der Wunsch größer, den Blog dieser Person kennenzulernen. Egal, ob es sich um ein paar Tweets handelt, eine gemeinsames Essen, ein Treffen auf einer Konferenz, das Netzwerken für Ihren Blog findet nicht nur online statt.

7. Zu glauben, man sei schlauer als irgendjemand anderer. In dem Moment, wo Sie damit beginnen, herablassend oder streitsüchtig über Ihre Blog Post Themen gegenüber anderen zu sein, fangen Sie an, Leser zu verlieren. Das gilt übrigens nicht nur für Blogger, sondern für Menschen im Allgemeinen. Kennen Sie Leute in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld, die ein wenig arrogant sind? Bestimmt kennen Sie den Typ, der immer auf Partys auftaucht und die Geschichten von anderen korrigiert, so der Typ „Ich weiß alles“. Mögen Sie ihn wirklich? Ich auch nicht. Also seien Sie nicht dieser Typ.

8. Immer versuchen mehr zu bekommen als zu geben. Etwas mit anderen teilen ist die Essenz von Social Media. Wenn Sie immer nur auf Ihren Blog fokussiert und nicht bereit sind, Gastbeiträge bei anderen zu schreiben, oder anderen Blogger zu erlauben einen Gastbeitrag bei Ihnen zu schreiben, dann verpassen Sie eine riesige Möglichkeit, Ihren Blog zu bewerben. Übrigens hat Karma die Eigenschaft, immer wieder zurückzukommen und Sie in den Hintern zu beißen. Wenn jemand um Hilfe bittet, geben Sie sie ihm. Wenn jemand Sie um einen Gastbeitrag in seinem Blog bittet, erfüllen Sie ihm den Wunsch. Verlangen Sie keine Gegenleistung und Sie werden mehrfach dafür belohnt.

9. Seinen Blog in einen Tummelplatz für Werbung verwandeln. Nichts ist falsch daran, Werbung auf seinem Blog zu haben. Wenn Sie aber zum ersten Mal einen Blog besuchen, den Sie gerade erst kennenlernen wollen, und dort 50 verschiedene Werbebanner, ein Dutzend „Kauf das“ Widgets und blinkende Werbeflächen überall vorfinden, dann werden Sie den sicherlich nicht noch einmal aufsuchen.

Ich kann ja verstehen, dass Sie unter dem Eindruck stehen, dass jeder ein sechsstelliges Einkommen mit seinem Blog machen kann, aber die 13,68 € die Sie am Ende des Monats für die sieben verschiedenen Google Ads in Ihrem Blog erhalten, sind es mit Sicherheit nicht wert, dafür Scharen von Leuten zu opfern, die einmal in Ihren Blog kommen, sehen was da los ist und nie wieder kommen.

10. Vergessen regelmäßig aufzuräumen. Nun gut, dieser zehnte Grund ist eigentlich nur hier, weil es unbedingt zehn sein sollten, aber ich empfehle Ihnen trotzdem, regelmäßig Ihren Blog von Dreck und Müll zu reinigen. Nichts sagt lauter „Vergiss diesen Blog“ als defekte Links, nicht angezeigte Fotos oder Aktionen der Endedatum seit Monaten abgelaufen ist.

Mehr Fehler bei der Bewerbung eines neuen Blogs fallen mir nicht ein, wenn Sie noch welche wissen, dann freue ich mich über Ihren Kommentar.

Jürgen Schnick

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{ 3 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

Rene

Danke für die Tipps. Einige werde ich sofort umsetzen.
Grüße aus Ulm

volker vorndamme

Sehr hilfreiche Tipps für die Betreibung meines noch jungen Blogs.
Danke dafür.

volker

Mostdef

Na das hätte ich mal früher wissen sollen, bevor ich mich an die Erstellung meines Blogs gemacht hatte..hihih

Danke dennoch für die Tips.

LG

MD

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