Man sagt zwar, dass Content King ist, aber was nutzt es, wenn der König wie ein Narr aussieht, dann will niemand wissen, dass er königlich ist.
Auf der anderen Seite kann es natürlich sein, dass Ihr Blog Theme von Hause aus fantastisch aussieht. Wenn aber Ihr Content nicht ebenfalls fantastisch ist, wird niemand bei Ihnen vorbei kommen und ihn lesen.
Noch schlimmer ist es allerdings, wenn das, was Sie schreiben wirklich gut ist und Ihr Webdesign ist so schlecht, dass niemand, der vorbei surft auch nur den ersten Satz liest. Dann haben Sie ein wirkliches Problem.
Gutes Webdesign lässt gute Inhalte erst richtig zur Geltung kommen. Alles, was Sie schreiben wird klarer, deutlicher, leichter navigierbar und augenfreundlicher.
Schlechtes Webdesign wird Ihren Texten nicht gerecht. Die Worte, die Sie mit so viel Arbeit zusammen gefügt haben, sind dann in den Wind geschrieben – sie verschwinden, bevor sie irgendjemand bemerkt.
Grafiken und Contentdesign
Zuerst möchte ich einmal etwas klarstellen. „Design“ ist nicht Ihr Logo oder die Headergrafik Ihres WordPress Themes oder die Schriftart, in der Sie schreiben. Diese Dinge sind wichtig, aber sie sind nur ein sehr kleiner Teil des Designs.
Unter Design verstehe ich die Art, wie Sie Ihren Content strukturieren. Die Art wie Sie ihn präsentieren und schreiben. In diesem Post geht es um visuelles Design, aber auch um Content- und Inhaltsdesign. Die gehen in einem Blog immer Hand in Hand.
Wenn Sie die folgenden fünf grundsätzlichen Fehler vermeiden, erhöhen Sie deutlich die Chancen, dass Ihr Blog und Ihre Marketinganstrengungen die königlichen Weihen bekommen: Leser, die Ihnen ihre Aufmerksamkeit schenken und Ihnen und Ihrem Blog treu bleiben.
Dummer Fehler Nr. 1: Verwirrend und unzusammenhängend
Seien Sie völlig durchschaubar für das Publikum, für das Sie schreiben. Finden Sie heraus, was Ihre Leser wirklich bewegt. Erstellen Sie Content, der ihre Bedürfnisse erfüllt.
Sprechen Sie immer zu einer Person. Visualisieren Sie diese Person, während Sie schreiben. Indem Sie das tun, helfen Sie Ihrem typischen Leser dabei, zu erkennen, dass er/sie bei Ihnen richtig ist.
Fassen Sie sich kurz, die Menschen haben wenig Zeit und viel zu tun.
Dummer Fehler Nr. 2: Schwer zu lesen
Lockern Sie lange Textblöcke mit Auflistungen auf, mit Grafiken, Zeichnungen oder anderen Hinguckern. Verwenden Sie sogenannte Call-outs, das sind hervorgehobene Textblöcke aus einem oder zwei Sätzen, die Ihren Lesern dabei helfen, schnell zu erfassen, worum es in Ihrem jeweiligen Text geht.
Probieren Sie sogenannte Sidebars aus, das sind kleine Geschichten innerhalb der eigentlichen Geschichte, die das Thema, um das es im Post geht, zusätzlich unterstreichen und verdeutlichen.
Verwenden Sie immer möglichst großen Schriftkontrast. Das bedeutet normalerweise schwarze Schrift auf hellem Grund. Machen Sie es den Lesern nicht zu schwer. Helle Schrift auf dunklem Hintergrund oder dunkle Schrift auf farbigem Hintergrund kann sehr anstrengend für die Augen sein. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Schriftgröße groß genug ist, dass man sie leicht lesen kann.
Verwenden Sie gut leserliche Schriftarten und beschränken Sie sich auf eine oder höchstens zwei davon. Abwechslung ist zwar das Gewürz des Lebens aber zu viele verschiedene Gewürze verderben Ihren Lesern den Magen. Also niemals mehr als zwei Gewürze, wenn es um die Auswahl der Schriftart für Ihren Blog geht.
Dummer Fehler Nr. 3: langweilig und ohne Engagement
Schreiben Sie „magische Überschriften“, um die Leser in Ihren Blog zu locken. Denken Sie immer daran, dass es die Aufgabe der Überschrift ist, den Leser dazu zu bewegen, die erste Zeile des Textes zu lesen.
Gestalten Sie Ihre Überschriften und Unterüberschriften größer, dunkler oder in einer anderen Farbe als Ihren Text. Verwenden Sie visuelle Kontraste, um Ihre Überschriften vom eigentlichen Content abzuheben.
Verwenden Sie die interessantesten Ideen und Ansätze Ihres Content dazu, um Unterüberschriften oder Call-outs zu erstellen. Viele Leute scannen erst einmal die Seite, bevor sie eintauchen und den Text tatsächlich lesen. Gut geschriebene Unterüberschriften und Call-outs ziehen mehr Leser an.
Dummer Fehler Nr. 4: übermäßige Dekoration
Beschränken Sie sich bei den Farben auf ein Minimum. Heben Sie eine oder zwei Farben hervor und verwenden Sie dann zusätzliche Farben lediglich noch für kleine Akzente. Mit der Verwendung einer ausdrucksstarken, festgelegten Farbpalette laden Sie Besucher ein, in eine „Welt“ einzutreten, die Sie geschaffen haben.
Vermeiden Sie Schlagschatten. Sie machen Formen und Texte dunkel und schwer zu lesen. Beschränken Sie alle Designelemente auf ein Minimum. Weniger ist mehr und Lesbarkeit muss im Blog immer an erster Stelle stehen.
Dummer Fehler Nr. 5: unglaubwürdig
Erzeugen Sie Vertrauen durch Kontinuität in Design und Ausdrucksweise. Entscheiden Sie sich für einen Look und verwenden Sie diesen dann für alles, was Sie schaffen, jetzt und in Zukunft.
Aber legen Sie nicht zu viel Wert auf Design, übertreiben Sie es nicht. Die Umsetzung jedes grafischen Tricks im Handbuch macht Ihre Seiten nur schwerer entzifferbar.
Vergessen Sie den gelben Highlighter und schreiende rote Überschriften. Die mögen vielleicht, in manchen Nischen, für Verkaufsseiten funktionieren, aber in Ihrem Content Marketing haben sie nichts verloren. Gewinnen Sie die Aufmerksamkeit der Leser mit Ihrem Content und nicht mit der Hässlichkeit Ihres Designs.
Um dafür zu sorgen, dass die Leser Ihrer Site den Respekt zollen, den sie verdient, sollten Sie beides nutzen, gutes visuelles Design und solides Contentdesign. Sie können natürlich das eine ohne das andere haben, aber wenn Sie beide zusammen einsetzen, wird Ihr Blog und Ihr Marketing damit deutlich gewinnen.
Wenn Sie eigene Ideen zum Thema Blogdesign haben, dann schreiben Sie doch einen Kommentar.
Jürgen Schnick
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{ 4 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Das sind interessante Tipps und wichtig für jeden Blogger. Nur muss man immer daran denken, das will ich tun. Auch die Schriftgröße gehört mit zum guten Design. Bei den meisten Blog Themes ist diese zu klein.
Viele Grüße Gerd-E.
Hallo Ochsenkuehn, Danke für den qualifizierten Kommentar. Ich werde da jetzt nicht weiter drauf eingehen, denke dass jeder, der sich ein wenig mit Blogs auskennt sofort mitbekommt, dass Du da sicherlich eine andere Website meinst. Viel Erfolg weiterhin !
Der Artikel wäre ja nicht unbedingt schlecht. Er wirkt aber sehr unglaubwürdig, wenn der Autor selbst mit der gleichen billigen Masche ebooks anbietet, wie es viele SEO Scharlatane, selbsternannte Lebensberater, Esotherikspinner usw. machen. Dazu noch Bilder statt Text, Frames, Keywordspam usw usw…
Das waren meine 5 cent zu dem Thema und da ist auch rein gar nichts mehr hinzuzufügen
Schöner Artikel, gefällt mir gut.
Anhand dieser Checkliste, wird es ein leichtes sein, für jedermann-Blogger-ungeübt, sinnvolle Schritte ins digitale Schreiben zu finden.
Lieben Montagsnachmittaggruß
Erdbeere
P.S. FYI: bin durch ein RT auf d. Artikel aufmerksam geworden
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