Die meisten Blogger gehen ziemlich lasch mit dem Thema um, regelmäßige Backups ihrer Datenbank von WordPress zu machen. Das macht zu viel Aufwand und „wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet mir etwas passiert?“.
Wie wäre es, wenn automatisch jeden Tag ein Backup erstellt würde und die Daten sicher auf einem anderen Server gespeichert würden, ohne dass Sie einen einzigen Gedanken daran verschwenden müssen?
Besorgen Sie sich einen neuen Gmail-Account
Bei Gmail bekommen Sie über 7 GB kostenlosen Speicherplatz und die Emailanhänge können bis zu 20 MB groß sein (das ist wohl auch der kostenlose Email-Account mit den größtmöglichen Dateianhängen, den es gibt). Damit sind Sie völlig unabhängig von Ihrem normalen Hoster, wenn dieser also einen kompletten Datenverlust hat, haben Sie immer noch Ihre Backups.
Gehen Sie also zu Google und melden sich dort für einen kostenlosen Account an. Das dauert maximal eine Minute, dann haben Sie mehr als 7 GB freien Speicherplatz für Ihre Backups.
Installieren Sie dieses Plugin
Es gibt natürlich viele verschiedene Plugins für Backups. Ich empfehle Ihnen WP-DB-Manager, weil ich weiß, dass es sauber funktioniert und weil Sie sicher sein können, dass dieses Plugin für jedes neue WordPress Release angepasst wird.
Machen Sie den Download dieses Plugins, laden Sie es auf Ihrem Server in den Plugin-Ordner und aktivieren Sie es wie jedes andere Plugin.
Dann gehen Sie in Ihrem Browser in den Ordner „/wp-content/backup-db“ und laden dorthin die htaccess Datei aus dem Plugin Ordner.
Wenn der Ordner „backup-db“ nicht existiert, erstellen Sie ihn und ändern CHMOD auf 777 (in den meisten FTP-Clients können Sie das durch Rechtsklicken und Auswahl von „CHMOD“ oder „File Attributes“ tun).
Einstellungen vornehmen
Im Admin Panel finden Sie jetzt einen Link „Database“ in der Hauptnavigation. Klicken Sie drauf und dann auf “DB Options”.
Im Bereich “Automatic Scheduling” wählen Sie die Einstellung “every day”, “Gzip = Yes” und geben dann Ihre Gmail Adresse ein. Dann gehen Sie auf „Update Options“ und das war es schon.
Lycos Mail, wenn Ihre Datenbank zu groß ist
Der Nachteil der eben geschilderten Methode ist der, dass die Datenbank nicht größer als 20 MB sein darf.
WordPress ist immer bestrebt, die Datenbank so klein wie möglich zu halten und das Zippen der Datei hilft natürlich ebenfalls, die Dateigröße des Backup nicht zu groß werden zu lassen, aber wenn Ihr Blog über die 20 MB Grenze hinaus wächst, brauchen Sie einen anderen Email Account.
In diesem Fall sollten Sie Lycos Mail testen. Die bieten Ihnen 3 GB kostenlosen Speicherplatz und unbegrenzte Dateianhänge.
Dummerweise müssen Sie sich mindestens einmal alle 30 Tage dort einloggen, oder die löschen alle Ihre Daten. Das können Sie nur vermeiden, indem Sie sich den kostenpflichtigen Account zulegen, der 5,95 $ pro Jahr kostet (was immer noch extrem preiswert ist),
Der Gedanke an einen möglichen Verlust aller meiner Backup Daten in so einem kostenlosen Lycos Account ist mir zu gruselig, daher versuche ich so lange wie möglich bei Gmail zu bleiben.
Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat du Sie vielleicht noch einen ergänzenden Tipp auf Lager haben, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.
Jürgen Schnick
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{ 4 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Hallo Jürgen,
an dieser Stelle würde ich nicht auf das Plugin zurückgreifen.
Gerade die fehlende Split-Funktion und die 777 würde mich extrem stören.
Ich benutze in allen meinen Konfigurationen (nicht nur WP) MySQL-Dumper und bin damit mehr als zufrieden. Das ganze als Cronjob aufrufen und sich über Backups auf einen FTP-Server, in ein geschütztes Verzeichnis der Domain oder als Mailanhang (natürlich auf Wunsch auch gesplittet) zusenden lassen und glücklich sein. http://www.mysqldumper.de
Gruß, Uwe
Hallo Jürgen,
der Datenverlust aller Artikel ist sicherlich gruselig. Was ist aber, wenn
man ein oder mehrer Artikel schreibt, Plugins-, Theme-Änderungen
macht, und dann kommt der Crash? Denn der kommt, wenn er kommt,
zum ungünstigsten Fall!
Tja dann ist das ganze Tagewerk pfutsch!
Wäre es dann nicht besser, wenn man auf die Version vor der Änderung
zurückgreifen könnte, also ein sog. before image hätte? Was nutzt dann
eine Sicherung, die morgens läuft?
Gruß
Bernd
Hallo Marco, Danke für Deinen Kommentar. Ich habe nochmal nachgesehen, offensichtlich braucht dieses Plugin tatsächlich die 777 (finde ich übrigens auch nicht so prickelnd) Gruß Jürgen
Danke für den Tipp. Ich finde es immer unschön wenn ich Ordner auf 777 Chmoden muss (jeder darf alles). Ist diese Einstellung verpflichtend damit das Plugin funktioniert?
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