Backup der WordPress-Installation – wie geht das?

Backup der WordPress Installation

Eine Datensicherung (Backup) Ihres WordPress-Blogs ist so eine Art Vollkaskoversicherung. Geht mal etwas schief (z.B. bei einem Upgrade, unbeabsichtigte Datenlöschung), kann man mit dem Backup wieder den Status zum Zeitpunkt der Sicherung wiederherstellen. Daher sollten Backups regelmäßig und insbesondere vor jedem Upgrade auf eine neue WordPress-Version erstellt werden!

© james steidl - iStockPhoto.com

Backup der WordPress Installation Teil 1

Zu einem kompletten WordPress Backup gehören zwei Teile: Die MySQL-Datenbank und Dateien auf dem Webserver. Das heißt, alle Dateien müssen gesichert werden und es muss ein Backup der Datenbank angelegt werden. Fehlt eines von beiden, ist das Backup nicht vollständig! Viele vergessen ein Backup der Datenbank zu machen, dabei ist diese eigentlich der wichtigste Teil, da in Ihr alle Artikel, Seiten, Kommentare etc. – also die eigentlichen Inhalte des Blogs – gespeichert werden.

Genug der Theorie, jetzt geht’s an die Praxis:

Backup der Dateien

Machen Sie (mit einem FTP-Client Ihrer Wahl) ein Backup von allen Dateien, die sich auf Ihrem FTP-Server bzw. Webspace im WordPress Verzeichnis befinden, in dem Sie diese Dateien auf Ihren Computer übertragen. Befinden sich noch andere Dateien oder Ordner im Verzeichnis, welche nicht von WordPress stammen, dann sollten Sie sie mit sichern, da sie z.B. von Plugins erstellt wurden.


Backup der Datenbank

Vor dem Backup sollten Sie SPAM-Kommentare oder Daten von Statistik Plugins löschen, da sie die Datenbank nur unnötig aufblähen, aber für ein Backup nicht relevant sind.

Das Backup der Datenbank geschieht mittels phpMyAdmin. Wie das genau funktioniert kann man in der Hilfedatei von phpMyAdmin nachlesen.

Etwas einfacher ist es, das Plugin WP-DB-Backup zu nutzen, da es fast auf Knopfdruck funktioniert und bei Bedarf auch automatische Backups nach Zeitplänen macht. Nach der Installation des Plugins muss ggf. noch der Ordner wp-content beschreibbar gemacht werden. Das Backup kann dann im Adminmenü unter dem Punkt “Werkzeuge” > “Backup” gestartet werden.

Sind diese beiden Punkte abgehakt ist Ihr Backup fertig. Hoffentlich werden Sie es nir brauchen.

Eventuell fragen Sie sich jetzt:

Warum nicht die Funktion Daten exportieren nutzen?

Der Grund ist, dass diese Funktion nur die Artikel, Seiten, Kommentare, benutzerdefinierten Felder, Kategorien und Tags sichert. Weitere allgemeine Einstellungen (auch von Plugins) oder die Dateien selber werden nicht gesichert. Bei einem zerschossenen oder gelöschten Blog, insbesondere wenn WordPress gar nicht mehr aufrufbar ist, ist dieser Export unbrauchbar.


Was sind die Upgradepakete von WordPress und wie kann ich die nutzen?

Mit fast jeder neuen WordPress-Version, bietet man auf WordPress Deutschland auch ein Upgradepaket an.

Diese Pakete sind dazu gedacht, um direkt und leicht von der davor aktuellen, zur nun neuesten Version upgraden zu können. Also z.B. von Version 2.9. auf Version 2.9.1.

Die Upgradepakete sind identisch zur ebenfalls immer angebotenen “Vollversion”, mit jedoch einem großen Unterschied – sie enthalten nur die geänderten Dateien.

Der Sinn dieser Pakete liegt also nur in der Ersparnis von Dateivolumen. Man muss weniger runterladen und auch weniger hochladen – für eine insgesamt schnellere Update-Prozedur. Und der Profi sieht auf dem ersten Blick, welche Dateien geändert wurden. Das kann nützlich sein, falls er einige der Systemdateien von WordPress geändert hat.

Mit der “Vollversion” der jeweiligen Version ist deshalb genauso gut und unproblematisch ein Upgrade möglich – nur dass eben auch Dateien ersetzt und erneuert werden, die sich gar nicht verändert haben.

Es sei an dieser Stelle deutlich darauf hingewiesen, dass man für größere Versionssprünge (z.B. von 2.1 auf 2.2.3) deshalb immer mit der Vollversion upgraden sollte und nicht fünf Upgradepakete hintereinander verwendet.

Das eigentliche Upgrade von WordPress

Versionsabhängige Hinweise

Beim Upgrade auf bestimmte Versionen gibt es manchmal ein paar Neuerungen, die zu beachten sind. Diese sind in diesem Abschnitt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aufgeführt.

Seit Version 2.5 oder 2.5.1: Seit dieser Version gibt es in der wp-config.php eine weitere Variable, die gesetzt werden sollte, den SECRET_KEY. Weitere Details und eine Anleitung dazu gibt es hier.

Außerdem muss sich seit dieser Version die Sprachdatei im Ordner /wp-content/languages/ befinden.

Seit Version 2.6: Der SECRET_KEY (siehe Seit Version 2.5 oder 2.5.1) wurde durch drei Keys ersetzt. define(‘SECRET_KEY’, ‘XXXXXXXXXX’); muss also aus der wp-config.php entfernt werden – sofern vorhanden (da erst ab Version 2.5 unterstützt). Stattdessen muss folgender Code nach der Zeile define(’DB_COLLATE’, ”); eingefügt werden:

define(‘AUTH_KEY’, ‘XXX’);

define(‘SECURE_AUTH_KEY’, ‘YYY’);

define(‘LOGGED_IN_KEY’, ‘ZZZ’);

Seit Version 2.7: Es wurde aus Sicherheitsgründen ein weiterer Key hinzugefügt. NONCE_KEY sollte hinter den 3 alten Keys hinzugefügt werden:

define(‘NONCE_KEY’, ‘XYZ’);

Anstelle von XXX, YYY, ZZZ und XYZ muss eine beliebige, lange, schwer zu erratene Zeichenkette (kein normales, kurzes Passwort) eingetragen werden, welche für den weiteren Betrieb nicht von unmittelbarer Relevanz ist und sich daher nicht gemerkt werden muss.

Das war der erste Teil. Im zweiten Teil geht es dann um den richtigen Ablauf des Backup in der Praxis.

Jürgen Schnick

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system ruletki

Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.

Juergen

Hallo Markus,

vielen Dank für die interessanten Ergänzungen. Ich persönlich finde es immer gut, weniger Plugins im Blog zu haben, da bin ich deiner Meinung. Was aber wohl viele davon abhält, externe Tools wie mysqldumper zu nutzen ist die manchmal etwas größere Einarbeitung in solche Tools.

Gruß Jürgen

Markus

Schöner Artikel. Zum Datenbankbackup empfehle ich immer mysqldumper.de das ist zwar wie phpmyadmin auch eine “externe” Anwendung, aber damit hat man wirklich die wenigsten Probleme.

Ein Backup mit der WP eigenen Funktion “Export” ist nicht in allen Fällen das schlechteste. Solange man im Theme nicht feste ID´s vergeben hat, wenig Plugins einsetzt und keine anderen User hat ist diese Backup Möglichkeit recht gut. Der Vorteil ist man schleppt keinen unnötigen Müll aus der DB mit. Ich arbeite zwar viel mit ID´s im Theme, hab aber schon dreimal so meinen Blog wieder aufgesetzt. Trotzallem sollte man natürlich auch immer ein komplettes DB Backup in Hinterhand haben.

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