Wie Sie Ihre WordPress Datenbank optimieren Teil 2

Wordpress Datenbank optimieren

Das ist der zweite Teil des zweiteiligen Artikels über die Optimierung der Datenbank Ihres WordPress Blogs. Wenn Sie den ersten Teil noch nicht kennen, den finden Sie hier.

Alle Kommentare einer URL löschen

Gelegentlich kommt mal ein Spammer durch. Es ist eine Schande, aber solange Sie es bemerken, können Sie den Mist ja löschen. Das können Sie natürlich manuell über WordPress machen, aber manchmal ist es einfacher, das über einen einfachen MySQL Befehl zu erledigen.

Um alle Kommentare einer bestimmten URL zu löschen, benutze ich diesen Befehl

DELETE FROM wp_comments WHERE comment_author_url = ‘http://www.site.com’;

Alternativ, wenn Sie die Kommentare in Abhängigkeit von einer bestimmten Emailadresse löschen lassen wollen, können Sie diesen Befehl verwenden:

DELETE FROM wp_comments WHERE comment_author_email = ‘spammer@test.com’;

Das Löschen aller nicht freigegebenen Kommentare

In sehr populären Blogs kann es passieren, dass eine Menge Kommentare in der Warteschleife für die Freigabe sind (ich habe schon Blogs optimiert, da waren Hunderte von Kommentaren monatelang in der Warteschleife).

In solchen Fällen ist man kaum in der Lage, sich da mit einem Mal komplett durchzuarbeiten. Und selbst wenn man dazu in der Lage ist, wird es wahrscheinlich niemand bemerken, weil die Kommentare schon so alt sind.

Idealerweise kommen Sie niemals in diese Situation. Wenn in meinem Blog Kommentare freigegeben werden müssen, erledige ich das immer so schnell wie möglich, so dass der kleine Zähler im Dashboard schnell wieder auf Null steht.

Wenn der Zähler erst einmal einige Hundert anzeigt, dann merken Sie gar nicht mehr, dass 2 oder 3 neue Kommentare dazu gekommen sind.

In einem solchen Fall ist es am Besten, wenn Sie einmal richtig aufräumen und neu starten. Wenn Sie das tun wollen, können Sie mit diesem einfachen MySQL Befehl alle bisher nicht freigegebenen Kommentare löschen:

DELETE FROM wp_comments WHERE comment_approved = ’0′;

Plugins hinterlassen Datenmüll

Wenn Sie ein Plugin deaktivieren, dann bewirkt das lediglich, dass dieses Plugin nicht mehr ausgeführt wird. Die Daten in der Datenbank werden davon in keiner Weise verändert.

Einige Plugin Programmierer sind gewissenhaft und bauen einen „Uninstall“ Knopf in ihr Plugin ein. Da klickt man drauf, bevor man das Plugin deaktiviert und alles wird ordentlich aufgeräumt, auch in der Datenbank.

Wenn Ihr Plugin, das Sie deaktivieren wollen, keinen solchen „Uninstall“ Knopf hat (die meisten haben keinen) dann müssen Sie selber dafür sorgen, dass kein Datenmüll in der Datenbank zurück bleibt.

Am einfachsten geht das bei Plugins, die eigene Tabellen anlegen. Viele Plugins, wie zum Beispiel das SEO Title Tag Plugin oder das Search Meter Plugin legen ihre eigenen Tabellen an, um dort ihre Einstellungen zu speichern.

Die zu löschen, ist einfach, dazu klickt man nur auf „Drop“ in phpMyAdmin, nachdem man die Tabelle ausgewählt hat (ACHTUNG: bitte sehen Sie genau hin, ob Sie auch wirklich die Tabelle ausgewählt haben, wenn nicht löschen Sie sonst möglicherweise Ihre gesamte WordPress Datenbank!).

Andere Plugins benötigen nicht so viele Daten für ihre Funktion und speichern deswegen ihre Einstellungen in der Tabelle wp_options. Der einfachste Weg, die zu finden, besteht darin, diese Tabelle durchzugehen und die Zeilen zu löschen, die nicht mehr benötigt werden (Nur zur Erinnerung: ein Tool wie phpMyAdmin macht diese Arbeit total einfach).

Wahrscheinlich sind solche individuellen Löschaktionen nicht besonders effektiv und lohnen den Aufwand kaum. Sie machen damit möglicherweise ein paar Kilobytes frei, das ist alles. Ich habe das ehrlich gesagt noch nie gemacht, aber wenn Sie Ihre Datenbank gerne immer super sauber haben wollen, machen Sie es, der Aufwand hält sich in Grenzen.

Das Kopieren der Widgets Daten

Alle Daten Ihrer Widgets sind in der Datenbank gespeichert, inklusive der Widgets, die in den Sidebars verwendet werden und auch deren Einstellungen.

Wenn Sie diese Daten auf einen neuen Blog transferieren möchten, ohne das alles manuell in WordPress machen zu müssen, dann führen Sie einen Suchlauf in der wp_options-Tabelle aus, indem Sie nach

%widget%

suchen (im Feld “Option Name”).

Als Ergebnis bekommen Sie alle Einstellungen für alle Ihre Widgets geliefert.

Zusammenfassung

Das sind die sieben nützlichsten Tipps, die ich auch einsetze, wenn ich WordPress Installationen optimiere. Kennen Sie noch andere, die sich bei Ihnen bewährt haben?

Wenn Sie einen Datenbanktipp haben, den Sie gerne mit anderen teilen möchten, würde ich mich freuen, wenn Sie dazu hier einen Kommentar schreiben.

Jürgen Schnick

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