Wie Sie Ihre WordPress Datenbank optimieren

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Haben Sie jemals wieder einen Blick auf Ihre MySQL Datenbank geworfen, seit dem Sie Ihren WordPress Blog aufgesetzt haben? Wenn Sie so sind, wie die meisten anderen Blogger, dann waren Sie seitdem nicht sehr oft dort.

MySQL ist ziemlich kompliziert und nicht sehr benutzerfreundlich und Ihr Blog funktioniert doch so, wie er soll. Oder? Warum sich also damit belasten?

Wenn Sie trotzdem ab und an mal dort vorbeischauen, werden Sie merken, dass es ein paar einfache Tricks gibt, die Sie nutzen können, um das Optimum aus Ihrer Datenbank herauszuholen.

Angefangen bei Tricks, die Ihnen irgendwann einmal Kopfschmerzen ersparen bis hin zu den Möglichkeiten, ein wenig mehr Performance aus dem Server herauszuholen, gibt es jetzt hier sieben Tipps dazu.

Bevor wir loslegen, noch ein Hinweis. Es ist ziemlich nützlich, ein Tool namens phpMyAdmin zur Verfügung zu haben, weil dieses die Arbeit mit der Datenbank deutlich vereinfacht. Fragen Sie Ihren Hoster danach, über 99% aller Hoster stellen dieses Tool ihren Datenbankkunden zur Verfügung.

Als zweites stellen Sie bitte sicher, dass Sie immer ein Backup haben, bevor Sie irgendetwas mit Ihrer Datenbank machen. In phpMyAdmin gibt es dafür den „Export“ Knopf.

MySQL “Optimize” ist ein kostenloser Turbo

My SQL hat bereits eine eingebaute Optimierungsfunktion, die dazu dient, unnötig belegten Speicherplatz in den Tabellen frei zu machen. Diese Funktion ist vor allem dann recht nützlich, wenn Sie größere Datenmengen gelöscht haben (im Fall eines Blogs sind das meistens Kommentare).

Das Beste an dieser Funktion ist, dass sie total einfach funktioniert. In phpMyAdmin wählen Sie dazu einfach die Tabelle aus, klicken auf den „Operations“ Knopf und klicken dann auf „Optimize Table“.

Oder, wenn Sie das manuell starten wollen, nutzen Sie diese Syntax:

OPTIMIZE TABLE ‘wp_comments’

Backups die Sie einmal einrichten und dann vergessen können

Backups Ihrer Datenbank anzulegen ist keine Wahlmöglichkeit, sondern eine absolute Notwendigkeit. Alle Computer stürzen irgendwann einmal ab und Sie wollen mit Sicherheit nicht alle Ihre Blogeinträge verlieren, nur weil Sie es versäumt haben, Backups einzurichten, oder?

Um herauszufinden, wie Sie das automatisieren können und sich so nie wieder Gedanken darüber machen müssen, lesen Sie den Beitrag über Das perfekte Datenbank Backup.

Löschen der alten Post Revisions

Die Post Revisions von WordPress (in denen WordPress automatisch eine Historie aller Änderungen an Ihren Posts erfasst) werden von vielen Bloggern als Ärgernis betrachtet, vor allem deswegen, weil sie eine Menge Platz in der Datenbank in Anspruch nehmen.

Meiner Meinung nach sollten sie trotzdem aktiviert bleiben, wenn man mehrere Autoren im Blog hat, die ihre Artikel posten. Wenn man alleine bloggt, kann man sie getrost deaktivieren.

Um das zu tun, braucht man nur die folgende Codezeile in der Datei wp-config.php ergänzen:

define(‘WP_POST_REVISIONS’, false);

Allerdings hat das keinen Einfluss auf die bereits in der Datenbank gespeicherten Post Revisions. Um die ebenfalls loszuwerden, lassen Sie den folgenden Befehl ausführen:

DELETE FROM wp_posts WHERE post_type = ‘revision’;

Mehrere WordPress Blogs in einer Datenbank

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie jeden Blog in seiner eigenen Datenbank betreiben (und jeder Datenbank einen eigenen User verpassen, der alleinigen Zugriff auf die jeweilige Datenbank hat). So können Sie sicher sein, dass bei einem Problem mit einem der Blogs, die anderen davon unberührt bleiben.

Blöderweise ist das für die meisten Blogger, die ihren Webspace auf einem Shared Host haben (sich also einen physikalischen Server mit vielen anderen Leuten teilen), keine Option. Bei vielen Hostingpaketen bekommt man nur eine Datenbank und kann auch keine zusätzlichen Datenbanken dazu buchen. In solch einem Fall müssen Sie das tun, was ich getan habe und unterschiedliche Präfixe für die Tabellen verwenden (zum Beispiel das „wp_“ in „wp_options“ usw.).

Um das zu tun, sehen Sie sich Ihre Datei wp-config.php an und ändern den Präfix in irgendetwas anderes:

$table_prefix = ‘wp_’;

Das war der erste Teil des zweiteiligen Artikels über die Datenbank Optimierung Ihres WordPress Blogs. Im zweiten Teil geht es weiter mit noch mehr Tipps zur Optimierung.

Jürgen Schnick

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Cujo

Den Tipp mit den Revisions, die gelöscht werden können, habe ich bei mir jetzt auch umgesetzt. Vielen Dank dafür :)

Allerdings muss man auch hier wieder die Anführungszeichen ändern, sonst gibt es eine Fehlermeldung in phpMyAdmin.

Gordon Bank

Ja richtig, man schaut da viel zu selten nach. Ok, zugegebenermaßen, wenn man nicht in großem Maße bloggt, kommt man entweder aus Zeitgründen nicht dazu(wie bei mir) oder weil mans nicht weiß dass es was zu optimieren gibt, oder weil man – wie ich vermute, in den meisten Fällen – noch nicht einmal weiß dass da noch ‘ne Datenbank dahintersteckt.

Das mit dem Bereinigen der Revisions ist jedenfalls in Betracht zu ziehen. Ein Perfektionist wie ich hat schon mal 4-5 Revisions je Artikel herumliegen. Und irgendwann ist auch die größte Datenbank mal voll ;-)

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