Wenn ich meine Leser frage, welcher Designaspekt für sie der wichtigste an einem Blog ist, dann antworten viele: die Lesbarkeit – also wie einfach es ist, den Content zu lesen.
Menschen kommen in unsere Blogs, um die Artikel zu lesen, und je leichter wir ihnen das machen, umso besser. Ein Design, das den Content vernebelt, wird Besucher von unserem Blog fernhalten.
Was können wir also tun, um die Lesbarkeit zu verbessern und damit diese Leser bei der Stange zu halten?
30 Möglichkeiten, die Sie sofort umsetzen können
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Links unterstrichen sind. Ihre Leser gehen davon aus, dass Links unterstrichen sind, also enttäuschen Sie sie nicht.
Schaffen Sie ausreichend Platz zwischen den Zeilen eines Absatzes. Am einfachsten testen Sie das, indem Sie Ihre Zeilenhöhe durch die verwendete Schriftgröße teilen. Ideal ist ein Ergebnis von etwa 1,5.
Trennen Sie Ihre Posts ganz eindeutig vom Rest des Blogdesigns. Es sollte völlig eindeutig sein, wo ein Post beginnt und wo er endet. Ihre Sidebar, Kommentare und alles andere muss sich visuell deutlich vom aktuellen Content abheben.
Wenn Sie kurze Zusammenfassungen Ihrer Posts einsetzen, dann sorgen Sie unbedingt dafür, dass sie deutlich als solche zu erkennen sind und dass sie möglichst weit oben im Artikel sind. Wenn ein Leser sie nicht sofort als Zusammenfassung erkennt und erfasst, machen sie überhaupt keinen Sinn.
Und halten Sie sie kurz. Erfahrungsgemäß kann man das, was man mit 50 Worten sagt auch mit 30 sagen.
Verwenden Sie Snook’s Color Contrast Checker um die Farben Ihrer Buchstaben und des Hintergrundes richtig aufeinander abzustimmen, damit die gewählte Kombination auch für die Leser lesbar ist, die nicht so gut sehen können.
Verwenden Sie eine strukturierte Hierarchie in Ihren Dokumenten. Zum Beispiel: Überschrift – Einleitung – Unterüberschrift – Text – Absatzüberschrift – Text. Dadurch bekommt Ihr Text mehr logischen Fluss.
Unterbrechen Sie Ihre Posts nicht mittendrin durch Werbeblöcke. Dadurch wird der Gedankengang des Lesers unterbrochen.
Wenn Sie kursiv und Fett verwenden, gibt es normalerweise keinen Grund, auch noch eine andere Schriftfarbe zu verwenden. Dadurch verwirren Sie die Leser nur, weil die dann nicht mehr sofort erkennen können, was ein Link ist und was nicht.
Setzen Sie Standard Markup’s ein wie z.B. H1, H2 und H3 für Überschriften, „strong“ für Fett usw. Viele Ihrer Leser werden Ihren Content in einem Feed-Reader lesen und dort hat Ihr <span class=“meineueberschrift“> keinen Effekt.
Setzen Sie Bilder in Posts immer am Anfang ein. In den meisten Fällen ist es Aufgabe der Bilder, die Leser in den Artikel zu locken. Und das machen sie nun mal am besten am Anfang des Artikels.
Textblöcke sind schlecht. Nichts schreckt einen Webuser mehr ab, als eine Wand aus Text. Lockern Sie das ganze auf!
Linksbündigkeit ist normal am besten. Nur sehr selten sieht zentrierter Text oder Blocksatz besser aus und mir fällt kein einziger Fall ein, bei dem Rechtsbündigkeit die beste Wahl sein könnte.
Seien Sie vorsichtig mit umfließendem Text. In Abhängigkeit davon, wie Ihr Text sich um Bilder herum anordnet, sollten Sie darüber nachdenken, den Text um zu strukturieren oder die Größe der Bilder zu verändern, damit das gut aussieht.
Überschriften und Unterüberschriften müssen deutlich herausstechen. Einer der größten Vorteile von Überschriften besteht darin, dass die Leser schnell die Seite abscannen können, um festzustellen, was sie ihnen zu bieten hat. Und das funktioniert halt nur, wenn die Überschriften deutlich zu erkennen sind, daher nutzen Sie größere Schrift, Unterstreichungen oder andere Farben, wenn das sinnvoll erscheint.
Setzen Sie nummerierte Listen und unnummerierte bewusst ein. Wenn Ihre Aufzählungspunkte in einer bestimmten Reihenfolge stehen müssen, dann verwenden Sie nummerierte Listen.
Arbeiten Sie bei Listen mit Einzug. Dadurch wird deutlich, dass sie nicht nur weitere Absätze sind.
Das war der erste Teil meines zweiteiligen Artikels über die Verbesserung der Lesbarkeit Ihres Contents in Ihrem Blog. Morgen geht es weiter mit dem zweiten Teil.
Jürgen Schnick
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Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deinen interessanten Artikel. Da ich gerade meine privaten Blog etwas aufhübschen möchte, sind die Tipps für mich sehr wertvoll, bzw. habe ich einige Aufgaben
Gruß
Andreas
Was man meiner Meinung auch noch vermeiden sollte ist ein dunkler Hintergrund. Z. B. weisse Buchstaben auf einem schwarzen Hintergrund. Solche Seiten sehen vielleicht schick aus, das Lesen ist jedoch sehr ermüdend.
Der Artikel gibt einfache, aber gute Tipps
Ich hab mir das 5 mal durchgelesen um alles zu verinnerlichen. Habe auch versucht das brav umzusetzen.
Danke dafür.
LG
Thomas
Hallo Jürgen,
schön das mal jemand das postet, das mit der Art und Weise wie wir unsere Artikel am besten den Lesern vorsetzen können. Manche Seiten sehen da wirklich grausam aus. Ich bin da voll Deiner Meinung, dass man bei einem Standart für sich selbst bleiben sollte. So ein eigener Stil ist wichtig, denn auch unsere Leser “gewöhnen” sich an diesen Stil und kommen auch deshalb wieder, weil Sie sich auf der Seite bereits zurechtfinden. Es sollte sich auch jeder etwas über die “Nutzer-Führung” auf seiner Site Gedanken machen.
Schönen Sonntag noch Steffen
Ps.: der Blogger freut sich über Kommentare, aber der Kommentator auch mal über Antworten
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