Setzen Sie Ihren inneren Narren frei um ein besserer Schreiber zu werden

Setzen Sie Ihren inneren Narren frei um ein besserer Schreiber zu werden

Eine Werbung, die aus der Hitze des Enthusiasmus entstanden ist kann gezähmt und effektiv gemacht werden. Aber es ist unmöglich, einem „toten“ Text Leben einzuhauchen.

© Balázs Őcsi iStockPhoto.com

Setzen Sie Ihren inneren Narren frei um ein besser Schreiber zu werden

Ob Sie nun ein Produkt bewerben, ein Programm oder einfach eine Idee, Überschwänglichkeit verkauft immer gut. Einer der Gründe, warum Blogs so effektiv sein können, liegt darin, dass Texter dazu tendieren, mehr Enthusiasmus als Glanz zu zeigen. Und das ist keine schlechte Sache – wenn Sie sich für einen von beiden dem anderen vorziehen müssten, würde der Enthusiasmus gewinnen.

Hier kommen ein paar Tipps, wie Sie es schaffen, ansteckenden Enthusiasmus in Ihre Schreibe zu bekommen. Wenn Sie mit Leidenschaft schreiben, bekommen Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Leser und überzeugen die davon, dass Sie etwas anzubieten haben, dass es Wert ist, deswegen entzückt zu sein.

Schreiben Sie so schnell wie Sie können

Wenn Sie etwas entdecken, dass Ihr Herz rasen lässt, dann fangen Sie an zu schreiben, so lange diese Aufregung noch „heiß“ ist. Großartige Ideen (oder die perfekte Satzstellung) findet man nicht jeden Tag. Bringen Sie Ihre Gedanken so schnell wie möglich auf Papier oder in Pixelform.

Das ist genau der Grund, warum professionelle Texter immer ein Notizbuch oder ein paar Karteikarten dabei haben. Ein kleiner Audiorecorder ist ebenfalls sehr gut geeignet – und die meisten modernen Handys haben eine Aufnahmefunktion.

(Ich suche schon sehr lange nach einem guten Notiz-System für die Dusche, denn das ist die Stelle, an der ich 80% meiner besten Ideen habe. Wenn Sie da eine gute Lösung haben, lassen Sie es mich bitte in einem Kommentar wissen!)

Wenn Sie sich dann die Zeit nehmen, Ihre großartige Idee zu notieren, schreiben Sie sich so viele Details wie möglich auf. Machen Sie sich keine Gedanken, wenn das Meiste davon Müll ist. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Stift bewegt (oder Ihr Keyboard), dass Sie ein paar Sätze und Ideen aufschreiben, die Ihren Status der Aufregung und Inspiration gut wiedergeben. Dann kann das die Saat für Ihren sehr inspirierten Text werden.

Es kann nicht vorgetäuscht werden (jedenfalls nicht lange)

Falscher Enthusiasmus kann schon eine Meile gegen den Wind erkannt werden und ist tödlich für Ihren Text. Es ist kein Problem, ab und zu mal den Hampelmann zu machen, um ein wenig Schwung in Ihren Text zu bringen. Aber wenn Sie nur so tun als ob Sie es tun und das auch noch andauernd, dann fällt es auf.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in Ihrem Thema ein wenig „ausgebrannt“ sind, dann werden Sie aktiv und holen sich den Enthusiasmus wieder zurück: setzen Sie sich ans Telefon und sprechen Sie mit ein paar Kunden, die wirklich Nutzen aus dem gezogen haben, was Sie verkaufen. Das kann Sie für lange Zeit wieder auf Trab bringen.

Führen Sie ein längeres Gespräch mit dem Produktentwickler und lassen Sie ein wenig seiner „verrückten“ Energie auf sich abfärben. Betreiben Sie ein wenig „Forschung“, bis Sie ein wirklich faszinierendes Feature ausgraben, das Sie dann in einen aufregenden und spannenden Mehrwert übersetzen können.

Wenn Sie länger über etwas schreiben, dass Sie nicht anregt und Ihre Bemühungen, Ihren Enthusiasmus auf Touren zu bringen, keine Früchte tragen, dann müssen Sie sich nach etwas Neuem umsehen. Das Leben ist viel zu kurz, um langweilige Texte zu lesen – oder zu schreiben.

Es wird nicht cool sein

Enthusiastische Texte sind nicht cool – vor allem dann nicht, wenn Sie sie schreiben. Sie sind nicht „geschliffen“. Sie sind nicht anspruchsvoll.

In Wirklichkeit sind sie normalerweise ein bisschen „verrückt“.

Jede kreative Person hat irgendwie eine „verrückte“ Seite. Gute, kreative Arbeit kann Zynismus nicht überstehen. Ein „verrückter Narr“ zu sein bedeutet, dass man unglaublich aufgeregt über etwas sein kann, bei dem nicht jeder sofort bemerkt, dass es cool ist.

Ich bin ein „verrückter Narr“, wenn es um Content und Beziehungen geht. Mario Schneider ist ein „verrückter Narr“, wenn es um kostenlosen Traffic aus dem Web 2.0 geht.

So ein „verrückter Narr“ ist jemand, der keine Angst davor hat, aufgeregt zu sein. Es ist toll, so ein Narr zu sein.

Professionelle Texter nennen es „Leidenschaft“, was es ein wenig gediegener aussehen lässt. Aber machen Sie sich selber nichts vor. Der Schlüssel zum enthusiastischen Schreiben liegt darin, ein unerschrockener Narr in dem Thema zu sein, das man anpreist.

Halten Sie Ihren Enthusiasmus fest, solange er noch frisch ist. Lassen Sie ihn real werden. Und fürchten Sie sich nicht davor, Ihren inneren Narren herauszulassen. Bringen Sie das in Ihre Texte, und Ihre Leser werden Sie dafür lieben.

Jürgen Schnick

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Bernd

Hallo Jürgen,
Deine Suche könnte ein Ende haben! Ich habe etwas für Deine Dusche!
Eine U/W-Schreibtafel mit wasserdichtem Stift. Geht nicht nur unter der
Dusche, sondern auch in 30m Wassertiefe! Statt meine immer an der
Tauchausrüstung zu haben, ist es eine gute Idee mir eine in die Dusche
zu hängen!
Eine U/W-Schreibtafel bekommst Du in jedem besseren Tauchladen!
Oder ich bestelle Dir eine und schicke Sie Dir!

Gruß
Bernd

Marcus Sieg

Hallo Jürgen,

es ist immer wieder interessant, deine Artikel zu studieren. Auch wenn ich mit meinem Blog noch ziemlich am Anfang stehe, habe ich doch schon wertvolle Hilfe von Dir erhalten (auch wenn Du es nicht unbedingt weißt ;) )

Gruss,
Marcus

Juergen

Hallo Michael, willkommen bei Erfolgs-Blogging und Danke für den Kommentar. Das ist ja sehr praktisch und der Laden scheint ja wirklich witzige Sachen zu haben.

Danke für den Tipp.

Herzliche Grüße Jürgen Schnick

Juergen

Hallo Hartmut, willkommen bei Erfolgs-Blogging und Danke für den ersten Kommentar.

Da hilft eigentlich nur ein genau festgelegter Arbeitsablauf für das Erstellen neuer Posts. Und darin steht halt als einer der abzuarbeitenden Punkte “Korrekturlesen”.

Ich habe das am Anfang auch gemacht, mir den Zettel dann ausgedruckt und mit einem Laminiergerät in Folie eingeschweißt und auf den Schreibtisch gelegt.

Wenn ich dann einen neuen Post geschrieben habe, habe ich mir die “Anleitung” vorgeholt und Punkt für Punkt abgearbeitet. Das hat zu wesentlich weniger Fehlern geführt – inzwischen brauche ich diesen Zettel nicht mehr, dafdür habe ich andere für andere Aufgaben ;-)

Hat sich bei mir sehr bewährt.

Herzliche Grüße Jürgen Schnick

Hartmut

Hallo Jürgen,

also ich habe mich auch schon oft geärgert, wenn ich manche Gedanken nicht sofort verewigt habe oder sie, wenn auch nur kurz, aufschob. Und promt bekommt man es auch nie wieder so hin, wie vormals in Enthusiasmus ersonnen.
Das sollte mir eine Lehre sein und ich werde daran arbeiten.
Andererseits schleichen sich beim sofortigen Niederschreiben oft auch inhaltliche Fehler ein und ich musste oft nachbessern, wenn ich es in meiner Euphorie zu schnell veröffentlichte. Aber das sind persönliche “Probleme”, an denen ich halt arbeiten muss.

Viele Grüße
Hartmut

Michael S.

Lieber Jürgen Schnick,

die Duschnotiz – gestern ganz zufällig im Erfinderladen in der Lychenerstraße gesehen. Vielleicht ist es das?

http://erfinderladen-berlin.de/2010/10/12/die-duschnotiz/

Mit herzlichen Grüßen

Michael S.

Sebastian Prestele

Hallo Jürgen,

ein guter Tip, ich habe auch schon oft bei mir selbst in vielen Situationen gemerkt, wie viel besser Texte, oder auch Verkaufspräsentationen sind, wenn ich mit Enthusiasmus an die Sache herangegangen bin. Nur habe ich das bisher eben nicht immer ausgenutzt. Ich werde dies in Zukunft sicher proaktiver angehen.

Ausserdem, habe ich ein System, welches Du auch unter der Dusche benutzen kannst. Es kommt aus dem Tauchsport. Es gibt dort Unterwasser Schreibtafeln, die man mit normalen Bleistiften beschreiben kann. Der Text kann dann z.B. mit Spülmittel und einem Schwamm wieder abgewaschen werden. Funktioniert unter Wasser, also auch in der Dusche.

Gruss,
Sebastian

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