Trackbacking Lügen – warum NoFollow Ihnen schadet

Trackbacking Lügen – warum NoFollow Ihnen schadet

Meiner Meinung nach ist einer der größten Vorzüge des Bloggings die Möglichkeit, Content sehr schnell in den Suchergebnissen der großen Suchmaschinen indexiert zu bekommen.

© ARTappler – iStockPhoto.com

Trackbacking Lügen – warum NoFollow Ihnen schadet

Es ist mir in der Vergangenheit schon mehrfach gelungen, Blog-Posts innerhalb weniger Stunden im Index von Google wiederzufinden und damit sogar Spitzenplatzierungen in den Suchergebnissen zu erreichen.

Trackbacks und Pingbacks

Vor allem eine Sache gefällt mir dabei besonders gut, die dafür sorgt, dass Blogging wesentlich wirkungsvoller ist, als eine normale statische Website: die Trackbacks oder Pingbacks.

Bevor ich weiterberichte, lassen Sie mich kurz erklären, was ein Trackback ist. Als ich vor einiger Zeit mit dem Blogging anfing, war das gesamte System der Trackbacks etwas, das ich nicht verstand.

Ich las mir die Erklärungen dafür durch und dort stand, dass ein Trackback eine Möglichkeit ist, mit deren Hilfe Blogger mit einander reden können und ganz leicht ihre Blogs referenzieren können. Damit war ich genauso schlau wie vorher. Aber wie bei den meisten Dingen verstand ich die Zusammenhänge, nachdem ich meine ersten eigenen Erfahrungen damit gemacht hatte und die ersten Trackbacks versendet und bekommen hatte.

Dann las ich ein wenig in anderen Blogs darüber und lernte die verschiedenen Möglichkeiten kennen, wie Blogs sich gegenseitig anpingen können.

Was sind Trackbacks eigentlich?

Nun wollen wir mal feststellen, ob ich es Ihnen in einfachen Worten erklären kann und Ihnen dieses wunderbare Wissen weitergeben kann, das ich gelernt habe.

Die meisten Blogs lassen Trackbacks zu und Sie sehen dann einen Link bei jedem Blog-Eintrag mit der Trackback-URI (Uniform Resource Identifier), die andere Blogs in Beiträgen verwenden können, die dort geschrieben werden.

Sie finden den Link zur URI meistens am Ende eines Blog-Posts. Wenn dann ein anderer Blogger den entsprechenden Post liest und sich entschließt, darauf in seinem Blog hinzuweisen, dann fügt er dazu die Trackback-URI in ein spezielles Feld ein, das beim Erstellen neuer Blog-Beiträge unter dem Texteditor angezeigt wird.

Wenn der Blogger dann seinen neuen Beitrag veröffentlicht, schickt sein Blog ein Ping an den anderen Blog und teilt diesem damit mit, dass er ein Trackback zu diesem Blog hat (bei mir im Blog habe ich es so eingestellt, dass jeder Kommentar und jeder Ping von mir bestätigt werden muss, wenn der Kommentator bisher noch nie einen Kommentar bei Erfolgs-Blogging abgegeben hat) und dann erscheint im Kommentarbereich ein Eintrag für den Trackback.

Dieser Trackback-Ping ist normalerweise eine Kurzfassung der ersten paar Zeilen des Posts in dem Quell-Blog zusammen mit einem Link zum Blog-Eintrag.

Sie verstehen es erst wenn Sie es tun

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Sie bisher noch keine Trackbacks bekommen haben und wahrscheinlich verstehen Sie die ganze Angelegenheit erst dann, wenn Sie es selber ausprobiert haben. Kurz gesagt ist ein Trackback eine einfache Möglichkeit, einen Link zwischen zwei Beiträgen in zwei Blogs auszutauschen. Dadurch haben Blogger die Möglichkeit, sich gegenseitig zu verlinken und diese Links auf einfache Weise miteinander auszutauschen.

Nun wissen wir alle, wie gut gegenseitige Verlinkung für die Suchmaschinenoptimierung ist. Mein erster Gedanke war daher, wenn man Trackbacks zu anderen Blogs schickt, die einen hohen Pagerank haben und thematisch relevant zum eigenen Blog sind, dann würde man damit doch dieses tolle System der Backlinks nutzen, von dem immer alle reden.

Das ist doch fast so, wie Kommentare in anderen Blogs schreiben, denn wenn man das tut, kann man ebenfalls jedes Mal einen Link zu seinem eigenen Blog hinterlassen, wenn man einen Kommentar schreibt. Man könnte so ganz einfach festlegen, mit welchen Blogs man Links austauscht, indem man einfach Trackbacks in neuen Beiträgen unterbringt und Kommentare in anderen Blogs schreibt.

Vorsicht – Trackback Spam!

Dabei sollte man natürlich nicht so verrückt sein, und andere Blogs mit Trackbacks zu spammen, aber solange man beim Thema bleibt und etwas relevantes schreibt, ist es kein Problem, dieses System zu seinem Nutzen zu verwenden.

Erst vor kurzem bemerkte ich dieses kleine Stückchen Code in einigen Kommentaren, die in meinem Blog hinterlassen wurden: rel=”nofollow”. Dieser Code fand sich in jedem Kommentar und in jedem Trackback.

Als ich ihn entdeckt hatte, überprüfte ich schnell ein paar andere Blogging Software wie Movable Type und TypePad und stellte fest, dass derselbe Code in jeden raus gehenden Link und Kommentar war. In WordPress ist das eine automatische Einstellung für jede Art von Kommentaren mit Links darin.

Der Code rel=”nofollow” ist ein relative neues Stück Code, der für die Spider der Suchmaschinen und Bots gedacht ist. Grundsätzlich veranlasst er Suchmaschinen, dem Link nicht zu folgen. Und damit hatte sich die tolle Idee, dass Trackbacks und Kommentare gut für SEO sind, erst mal erledigt. Ich hatte Lügen verbreitet.

Wie ist das mit dem PageRank?

Allerdings macht es irgendwie auch wieder Sinn. Niemand will, dass von Kommentar- und Trackback-Spammern PageRank von seiner Seite abgesaugt wird. Indem man dieses Stückchen Code eingebaut hatte, wurde erreicht, dass die Leute Kommentare und Trackbacks ausschließlich dazu genutzt werden, Mehrwert zu verbreiten und nicht um PageRank zu stehlen. Soweit die Theorie.

Das Gute (und gleichzeitig Schlechte) daran ist, dass Trackbacks und Kommentare von Menschen wahrgenommen werden und diese Menschen könnten diesen Links folgen und so Ihre Website kennen lernen.

Sie sollten also keinen Zuwachs an PageRank erwarten, nur weil Sie jeder PR6 Website, die Sie finden können, ein Trackback geschickt haben, aber Sie werden etwas Traffic Zuwachs feststellen.

Unglücklicherweise haben auch die Spammer das herausgefunden und sich an die Arbeit gemacht, sich Vorteile aus dem Blog-Kommentierungssystem zu verschaffen, indem sie mit Hilfe automatischer Trackback-Systeme Traffic stehlen.

Trackback-Spam ist heute ein echtes Problem. Es hat sich zu einem ständigen Stachel im Fleisch aller Blogger entwickelt, so wie es Email-Spam für den normalen Internetnutzer ist. Bog-Software ist zwar besser darin geworden, mit Trackback-Spam umzugehen, aber genauso wie beim Email-Spam ist alles, was Sie machen können, filtern und kontrollieren. Damit haben Sie eine weitere Arbeitsaufgabe am Hals.

WordPress und Trackback-Spam

Eine der besten Sachen an WordPress ist, dass diese wirklich komplette und gut gepflegte Software schon mit einigen wirklich guten Tools gegen Spam ausgeliefert wird. Ein weiterer Grund, zum Blogging keine andere Software als WordPress zu verwenden.

Ich erzähle jetzt niemandem mehr, wie erfreulich Trackbacks als Teil einer SEO Strategie sind, aber sie spielen trotzdem immer noch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines Blogs. Ich werde jedenfalls niemals darauf verzichten, andere Blogs per Trackback zu verlinken.

Die Erfahrung zeigt ganz deutlich, dass Blog-Artikel immer noch sehr gut und sehr schnell von den Suchmaschinen indexiert werden, vor allem von Google. Daher habe ich kein Problem damit, einen Blog auch weiterhin als einen wichtigen Teil der Online Strategie praktisch jeder Art von Geschäft zu empfehlen.

Jürgen Schnick

Blogger

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Weltenbummler

Danke für den Artikel. Das hat nochmal Klarheit gebracht. Ich wußte auch nicht was Trackbacks sind.
Aber was ich immer noch nicht ganz verstehe, in weit schaden Spam-Kommentare meinem PageRank??
Danke für die Hilfe.

Reiner

Danke für den interessanten Artikel!
So richtig klar war mir das bis heute nicht, was es damit auf sich hat.

LG, Reiner

Juergen

Hallo Uwe, willkommen bei Erfolgs-Blogging und Danke für deinen ersten Kommentar bei mir.

Deswegen habe ich ja auch das nofollow für meine Kommentare abgeschaltet und so bekommt jeder, der hier kommentiert kostenlos einen echten Backlink von mir.

Herzliche Grüße Jürgen Schnick

Humpfel

Ja die Geschichte mit den Trackbacks ist so eine Sache. Jeder will themenrelevante Links und gleichzeitig will aber keiner einen hergeben. Meiner Meinung nach machen sich es da viele Blogger selber schwer. Wie du oben schon geschrieben hast schützt sich Wordpress ganz gut selbst und die paar die da noch durchkommen kann man getrost händisch entfernen. Ich bin eigentlich gegen das nofollow Tag in Kommentaren und bei Trackbacks. Was nicht themenrelevant ist muss ich ja nicht genehmigen

stang2k

Also ich nutze die Trackbacks auch hin und wieder und habe bisher noch keine negativen Erfahrungen damit sammeln können. Ähnlich wie du, ist es mir eigentlich recht egal was die wirklich für Auswirkungen haben, wenn ich etwas zum verlinken habe und einen Trackback dazu senden will, dann mache ich das.

Was mir jedoch aufgefallen ist, dass es viele Feedseiten gibt, die den eigenen Feedauszug veröffentlichen und dann einen Trackback senden. Nervt mich ein wenig.

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