Haben Sie sich schon jemals vorgestellt, dass das was Sie sich an Themen und Posts ausgedacht haben, zu einer atemberaubenden und brillianten Woche in Ihrem Blog führen könnte?
Im ersten Teil dieses zweiteiligen Artikels habe ich Ihnen vermittelt, wie der große Houdini es lernte, einen Spannungsbogen aufzubauen und wie Sie als Blogger das ebenfalls machen sollten.
Und jetzt geht es weiter mit dem zweiten Teil.
- In Vorfreude schwelgen
Meine Freundin blogt über Geschenke. Zum letzten Muttertag beschloss sie beinahe sich selber umzubringen, indem sie so viele Geschenke wie nur menschenmöglich basteln, kochen und fotografieren wollte.
Als wenn sie eine Überraschungsparty vorhatte, sagte sie bis zum großen Tag niemandem ein Wort darüber. Und jeder war begeistert – wenigstens ein ganz klein wenig. Sie bekam einen kleinen Link oder zwei, aber das war es auch schon. Nachdem Sie sich von der Anstrengung halbwegs erholt hatte beschloss sie, etwas zu ändern.
Träumen Sie nicht länger nur von einer guten Idee, um es dann als Geheimnis vor Ihren Lesern zu verstecken, bis der große Tag der Veröffentlichung im Blog endlich da ist.
Wenn Sie also das nächste Mal eine wirklich großartige Idee haben, dann gehen Sie doch einmal ganz anders damit um.
Stellen Sie den noch schwachen Keimling der Idee in einem Blog Post vor. Machen Sie in einem anderen Post ein Brainstorming darüber. Erst danach fangen Sie an, sich richtig mit dem Thema zu befassen und darüber zu bloggen.
Wenn Sie ein richtig großes Projekt auf Lager haben (sagen wir mal den Start einer absolut außergewöhnlichen neuen Online-Plattform) dann sollten Sie diese „Vorfreude“ Posts schon Wochen, wenn nicht sogar Monate vorher beginnen.
Menschen lieben Vorfreude. Warum sehen wir uns Thriller an? Warum planen wir so gerne unsere Urlaubsreise? Warum warten wir freudig darauf, dass Oma’s Kuchenform endlich aus dem Ofen kommt?
Weil Menschen die Spannung lieben. Spannung macht Spaß. Lassen Sie die Spannung nicht aus, sonst zerstören Sie das Vergnügen.
- Sie brauchen eine eigene Handschrift
Lassen Sie uns eine weitere Lektion von Houdini lernen und uns dann darauf konzentrieren, was Sie am besten können.
Houdini ist nicht in der einen Woche aus einer engen Kiste unter Wasser entkommen und in der nächsten Woche ist er von der Klippe gesprungen. Nein, er entwickelte sein Ich-befreie-mich-selber- während-ich–fast-ertrinke Ding und blieb dabei. Finden Sie heraus, was die Leute von den Dingen, die Sie tun, am besten finden und machen Sie das.
Seien Sie unverwechselbar. Große Künstler sind das, versierte Schauspieler machen das und Sie sollten es auch tun. Sehr bald werden Sie feststellen, dass andere Blogs wissen, was genau von Ihnen zu erwarten ist und Sie dafür loben, dass Sie bestimmte Dinge besser machen als jeder andere. Ihre Leser werden das ebenfalls mitbekommen und Sie mit Freuden auf neue Ideen hinweisen, die Ihnen möglicherweise gefallen könnten.
- Geben Sie Ihrer Handschrift einen Namen
Namen und Bezeichnungen sind wichtig. Wenn die Leute über Ihre Idee sprechen sollen, braucht sie einen griffigen Namen.
Houdini bezeichnete sich selber als den “König der Handschellen”.
Suchen Sie sich eine klare, beschreibende, gut zu merkende und leicht zu googelnde Bezeichnung aus.
Der simple Vorgang, einer Idee einen eigenen Namen zu geben, verfestigt sie in den Köpfen Ihrer Leser und in den Suchmaschinen.
Hört sich doch total einfach an, oder? Glauben Sie mir, wenn Sie es erst einmal gemacht haben, werden Sie glückliche Leser und stärkere Reaktion bekommen und das alles zusammen mit weniger Arbeit auf Ihrer Seite.
Haben Sie keine Angst davor, einen Spannungsbogen aufzubauen. Wir alle mögen es, Teil von etwas großem und Aufregenden zu sein. Das ist eine willkommene Abwechslung von den ganzen weniger großen und weniger aufregenden Abschnitten unseres Lebens.
Viel Erfolg!
Jürgen Schnick
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