Sie haben einen Blog und wollen etwas verkaufen, haben aber Angst, gegenüber Ihren Lesern zu offensichtlich als Verkäufer aufzutreten? Würde es Ihnen gefallen, wenn Sie etwas verkaufen und Ihr Leser, der bei Ihnen gekauft hat, Ihnen dafür ausdrücklich dankt, dass Sie ihn auf diese Möglichkeit hingewiesen haben?
Es geht also darum, es mit dem Verkaufen nicht zu übertreiben, ein guter Blogger zu bleiben und trotzdem zu verkaufen. Ich werde Ihnen hier die drei wichtigsten Wege dorthin aufzeigen, die wirklich funktionieren (jedenfalls tun sie es bei mir).
- Nicht verkaufen, sondern empfehlen
Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen Verkaufen und Empfehlen. Verkaufen ist ein Begriff, der dem geschäftlichen Umfeld zugeordnet wird, während Empfehlen, jedenfalls in meinem Empfinden, mehr aus dem Bereich Hilfe und Unterstützung kommt. Empfehlen Sie Ihren Lesern Produkte. Das funktioniert dann am besten, wenn Sie selber mit dem Produkt Erfahrungen gesammelt haben.
In den meisten Fällen kann man aus der Empfehlung deutlich erkennen, ob der Empfehlende das Produkt selber benutzt hat oder nicht. Erst durch die eigene Nutzung bekommt man ein wirklich gutes Wissen über das Produkt, man kennt die Vor- und Nachteile dann ganz genau.
Als Resultat kann man dann in seiner Empfehlung die wirklich wichtigen Vorteile, aber durchaus auch die Schwachstellen des Produktes darstellen. Wenn man wirklich weiß, wie ein Produkt funktioniert, dann ist nichts falsch daran, es weiter zu empfehlen. Dann verkauft man es nicht, man empfiehlt es.
Wenn man dann in seinem Blog über ein bestimmtes Thema schreibt und aus eigener Erfahrung ein Produkt kennt, das in diesem Bereich hilfreich sein kann, dann empfiehlt man es in dem Post. Das darf aber auf keinen Fall ein Produkt sein, das nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun hat.
- Der Call-to-Action
Wenn Sie wollen, dass Ihre Leser etwas bei Ihnen kaufen, dann müssen Sie ihnen das sagen. Ein einziger, wirklich starker Call-to-Action wird Ihnen mehr Verkäufe bringen, als ein hundertfach im Blog verteilter schwacher Call-to-Action.
Wie schreibt man einen wirkungsvollen Call-to-Action? Als erstes muss man dabei sicherstellen, dass das Produkt, das man empfehlen will, wirklich so gut wie möglich zum Artikel passt, den man schreibt.
Wenn Sie zum Beispiel darüber schreiben, wie man mit Hilfe von Videos mehr Traffic bekommen kann, dann kann man in dem Artikel auf ein Produkt verlinken, das den Leuten zeigt, wie man Videos erstellt oder auf eine Software, mit der man Videos bearbeiten kann.
Verlinken Sie niemals auf Produkte wie „wie man 1.000 Euro über Nacht verdient“. Verwenden Sie keine Aufforderungen wie „hier klicken“ oder „hier bestellen“. Damit kriegt man die Leser nicht dazu, zu klicken. Verwenden Sie Worte, die das Produkt beschreiben.
- Lassen Sie weniger Optionen zu
Wenn Sie Ihren Lesern weniger Auswahlmöglichkeiten geben, fällt es ihnen leichter, sich zu entscheiden. Empfehlen Sie niemals mehrere Produkte. Konzentrieren Sie sich auf ein oder zwei Produkte und empfehlen Sie diese, wenn sich eine wirklich passende Gelegenheit dazu ergibt.
Dadurch wissen Ihre Leser, dass Sie sicher sind, dass das Produkt seinen Zweck erfüllt. Wenn Sie wenige Produkte empfehlen, werden Sie bessere Konvertierungsraten haben.
Stellen Sie sich einmal folgende zwei Situationen vor:
Erster Fall: in einem Blog Post empfehle ich ein Produkt zum Thema Affiliate Marketing, das dafür am besten geeignet ist.
Zweiter Fall: ich empfehle (versuche zu verkaufen) Ihnen in einem Blog Post 3-4 Produkte, die etwas mit dem Thema Affiliatemarketing zu tun haben.
Welcher der beiden Fälle wird für mich die besseren Ergebnisse bringen? Wenn Sie jetzt sagen „Im ersten Fall“, dann haben Sie verstanden, was ich sagen will. Im ersten Fall werde ich bessere Konvertierungsraten haben. Möglicherweise wird der zweite Fall mehr Klicks auf die Links bringen, aber es werden auf jeden Fall weniger Verkäufe sein. Zusätzlich werden Sie als guter Blogger angesehen, der nur das empfiehlt, was wirklich funktioniert.
Wir haben also gesehen, dass es einen großen Unterschied zwischen Empfehlen und übermäßigem Anpreisen besteht. Wenn Sie sich für Ersteres entscheiden, sind Sie ein guter Blogger und werden trotzdem Geld verdienen, wenn Sie sich für die zweite Möglichkeit entscheiden, werden Sie am Ende weniger verkaufen und den schlechten Ruf eines Spammers bekommen.
Empfehlen Sie Produkte, die funktionieren und die wirklich hilfreich für Ihre Leser sind. Dann sind Sie in einer klassischen Win-Win-Situation. Sie verdienen Geld durch Empfehlungen und Ihre Leser sind glücklich, dass sie etwas empfohlen bekommen haben, das ihnen wirklich hilft, besser zu werden.
Empfehlen Sie schon oder versuchen Sie noch übermäßig viele Produkte anzupreisen? Haben Sie schon wirkungsvolle Call-to-Action in Ihren Blog Posts?
Jürgen Schnick
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