So bleiben Sie produktiv wenn Sie eigentlich aufgeben wollen

So bleiben Sie produktiv wenn Sie eigentlich aufgeben wollen

Wie die meisten Menschen, wache auch ich manchmal morgens auf und habe auf alles andere Lust als auf Arbeit. Manchmal ist dieses Gefühl nicht durch Faulheit oder Apathie begründet, es ist ein stärkeres Gefühl, eher ein Gefühl der Sinnlosigkeit und Hilflosigkeit.

© Tim Nichols – iStockPhoto.com

© Tim Nichols – iStockPhoto.com

Ich weiß, dass es Leute gibt, die meine erfolgreiche Geschichte als Blogger als ihre Quelle der Inspiration betrachten und ich sehe das als eines der tollsten Dinge an, die ich als Blogger haben darf, aber – und ich habe keine Angst davor es zuzugeben – auch ich fühle mich nicht immer energiegeladen genug, um meine Geschäfte voran zu treiben. Und manchmal, in meinen dunkelsten Momenten, denke ich sogar darüber nach, das Handtuch zu werfen.

Heute kommt dieses Gefühl bei mir nicht mehr sehr häufig vor, denn ich habe die Flexibilität in meinem Lebensstil, die ich brauche und eine wesentlich bessere Einstellung zur Arbeit, aber früher war das definitiv ein Problem für mich.

Ich möchte Ihnen gerne erklären, wie ich es schaffte, solche Momente zu überwinden, um in der Spur zu bleiben und wie Sie selbst dann einen produktiven Tag haben können, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie alle Ihre Kräfte verlassen haben.

Ich nehme an, dass Sie ähnliche Gefühle der Hoffnungslosigkeit oder des Mangels an Motivation schon an verschiedenen Stellen Ihrer geschäftlichen Entwicklung kennengelernt haben. Vor allem dann, wenn es Ihnen bisher noch nicht gelungen ist, online einen Einkommensstrom zu generieren, der ausreicht, um Sie und Ihre Familie zu ernähren, oder wenn Sie noch ganz am Anfang sind und noch keinen Cent zurück bekommen haben, obwohl Sie schon so viel Arbeit hineingesteckt haben.

Inspiriert oder niedergeschlagen

Je nachdem, wie Ihre persönliche Sichtweise auf die Welt ist und Ihr persönlicher Stil, sind Sie entweder inspiriert oder niedergeschlagen, wenn Sie vom Erfolg anderer hören. Und auch wenn es zweifellos besser ist, es als Motivation aufzufassen, wenn andere Leute das erreicht haben, was Sie sich wünschen, sind Eifersucht, Neid, Depression und Ärger möglicherweise Ihre erste Reaktion als fehlbares menschliches Wesen.

Ihre eigenen Gedanken sind Ihr wichtigstes Gut für Erfolg im eigenen Business, aber sie können auch genauso gut das stärkste Hemmnis sein, Ihre Anstrengungen sabotieren, Ihre Arbeit ethisch zerstören und Sie am Ende mit keiner anderen Möglichkeit zurücklassen, als zu dem alten, beschissenen Job zurück zu kehren, von dem Sie sich selber geschworen haben, nie wieder zu ihm zurück zu kehren.

Wie Sie arbeiten wenn Sie sich nicht so fühlen

Einer der Charakterzüge, von denen ich glaube, dass sie den Kern meines Erfolges und des Erfolges der meisten Unternehmer ausmachen, ist die Fähigkeit im Angesicht von Misserfolg zu arbeiten und die Fähigkeit, sich selber zu zwingen, produktiv zu sein, obwohl man sich nicht so fühlt.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich am Anfang meines Lebens als Blogger sehr häufig das Gefühl der Ungeduld hatte, einen Mangel an Selbstvertrauen verspürte und eine ständige innere Frage mich umtrieb, ob das, was ich mache, nicht eigentlich Zeitverschwendung ist.

Es ist ziemlich schwer mit Selbstvertrauen an den Erfolg zu glauben, wenn man ihn noch nie ernsthaft erlebt hat. Auf viele verschiedene Arten müssen Ihr Glauben und versuch-es-bis-es-klappt und das Vertrauen in Ihre Idee Sie auf dieser Stufe Ihrer geschäftlichen Karriere durch alle die Selbstzweifel, die Rückschläge und das viel zu langsame Wachstum tragen.

In dieser Zeit scheint nichts so zu laufen, wie es soll. Manchmal fragen Kunden nach Kaufpreiserstattungen oder sie sind nicht zufrieden mit dem, was Sie geliefert haben, oder das Universum erschafft Umstände, die Sie unter keinen Umständen vorher sehen konnten und mit denen Sie sich jetzt herumschlagen müssen.

Allen Anfängern da draußen sei gesagt, dass eine der größten Herausforderungen, mit der sie sich herumschlagen müssen, der Kampf mit den Selbstzweifeln ist. Die Menschen um Sie herum werden über Ihren Versuch spotten, gegen den Trend ein Geschäft zu starten. Ihre eigenen Ergebnisse werden sehr langsam kommen und Sie werden für sehr lange Zeit jeden Tag für einen sehr geringen Lohn arbeiten müssen. Geduld und Willensstärke sind in diesem Stadium notwendig.

In Nachhinein ist der Glaube an den Erfolg leicht, denn die Erfahrung ist dann schon gemacht, aber vorher geht es um ein Spiel mit Chancen und den Glauben an den Erfolg, ohne diesen jemals gekostet zu haben. Wenn Sie keine Toleranz für die Ungewissheit haben, sollten Sie den Weg als Unternehmer besser nicht einschlagen.

Was können Sie heute schaffen?

Eine der Sachen, die ich immer getan habe und die ich auch heute noch tue, ist dass wenn ich mich alles andere als enthusiastisch fühle, mich auf das Produzieren zu konzentrieren, anstatt mich um die externen Elemente zu kümmern, die mich runterziehen. Ich mag mich zwar völlig kaputt fühlen, aber ich weiß, dass wenn ich etwas produziere, dann bewege ich mich auf meine Ziele zu.

Das tolle am Produzieren ist der Effekt, den das auf Ihre Stimmung hat. Negative Emotionen rufen negative Aktionen hervor. Im Bett liegen und Fernsehen zum Beispiel. Oder das völlige Fehlen jeglicher Aktivität. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, etwas zu produzieren und dafür auch nur einen kleinen Schritt vorwärts machen, dann beeinflusst die physische Anstrengung, die Sie tun, Ihren emotionalen Status. Ihre Fähigkeit, sich angesichts emotionaler Verstimmung am Riemen zu reißen, kann Sie durch die Dunkelheit führen und Sie zurück in einen Zustand der Übereinstimmung von Taten und Gedanken bringen.

Warum bloggen Blogger immer weiter?

Alle die wunderbaren Blogger da draußen, die daran arbeiten, kompetente Blogs zu erschaffen und einen Einkommensstrom aus den Worten zu etablieren, die sie publizieren, wissen was ich meine, wenn ich darüber spreche, den Glauben zu behalten und sich durch die eigenen Selbstzweifel zu kämpfen.

Für Geld zu bloggen ist kein Geschäft mit schnellen Erfolgen, und wie Sie vielleicht selber schon hin und wieder festgestellt haben, stellen Sie sich immer wieder die Frage, ob die viele Arbeit, die Sie hineingesteckt haben, jemals das erhoffte Einkommen bringen wird.

Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, als ich Content in meinem Blog veröffentlichte, Content von dem ich mir sicher war, dass er ziemlich gut war, aber niemand einen Kommentar dazu schrieb und mein Traffic alles andere als explodierte. Nachdem ich mein Meisterwerk geposted hatte, machte ich mich auf in andere Blogs und machte dort eifrig auf mich aufmerksam, indem ich qualitativ hochwertige Kommentare hinterließ.

Ich fand dort Blog-Artikel vor, die ähnliche Themenbereiche behandelten, wie meine eigenen Post, die aber in meinen Augen bei weitem nicht so gut geschrieben waren, wie meine Posts, aber diese Blogger hatten ein Gefolge von Hunderten von Lesern und einen Haufen Kommentare bei jedem ihrer Posts. Ich fragte mich, ob ich vielleicht etwas falsch machte, oder ob der andere Blogger etwas richtiger machte, was ich nicht wusste.

Ich konnte mir diese Frage nicht wirklich beantworten, aber ich hatte den Verdacht, dass alles nur eine Frage der Geduld und der Hingabe an dem Prozess, den ich ausführte, war. Ich brauchte Zeit, um dort hinzukommen, wo ich hin wollte und ich musste daran glauben, dass die Aktivitäten, die ich tagein und tagaus durchführte, mich irgendwann dort hin bringen würden.

Ich lernte sehr schnell, dass ich mich beim Blogging über jeden kleinen Erfolg freuen muss und mich auf mein Bekenntnis zu einem festen Ziel konzentrieren muss, manchmal in blindem Vertrauen. Diese Motivation und dieses Bekenntnis brachten mich weiter, auch wenn ich dabei häufig alles andere als begeistert über meine Fortschritte war und es mir oft sehr zweifelhaft erschien, dass mein Blog jemals wirklich durchstarten würde. Das Resultat besteht jetzt aus 15 Monaten Content publizieren, an mindestens 5 Tagen pro Woche, egal in welcher Stimmung ich war.

Das ist nichts, was jedermann reproduzieren kann. Unabhängig von der Lebenssituation, verfügbarer freier Zeit, Ressourcen oder jeder anderen externen Variablen, ist es einfach mal so, dass die meisten Menschen nicht ausreichend Willenskraft aufbringen können, um das Rennen bis zum Ende durchzuhalten.

Es geht nicht um Gottvertrauen

Ich möchte hier noch einmal deutlich daran erinnern, dass es mir nicht um blindes Gottvertrauen geht, sondern im wesentlichen um konstante Anstrengung, basiert auf einem grundsätzlichen Glauben an ein bestimmtes Ergebnis.

Es gibt einen Punkt, an dem Sie Bestandsaufnahme beim Fortschritt machen müssen und dann entweder Änderungen vornehmen müssen oder sogar komplett aufgeben. Unglücklicherweise nehmen die meisten Leute die Ausgangstür viel zu früh und genau dieser Mangel an Aktivität verstärkt dann noch den sowieso schon vorhandenen Mangel bei den Ergebnissen.

Es geht hier doch nicht um Raketenwissenschaft, aber als stimmungsgesteuertes und nicht immer perfektes menschliches Wesen ist es immer wieder eine Herausforderung, sich selber zu überwinden. Das ist und wird immer Ihre größte Herausforderung in Ihrem Leben sein.

Wenn Sie wirklich ernsthaft ein Ergebnis erreichen wollen und den Erfolg schon einmal geschmeckt haben, dann müssen Sie die noch notwendigen Schritte unternehmen, um dort hin zu kommen. Nicht nur ein paar davon und auch nicht nur an Ihren besten Tagen. Das muss entsprechende und wirkungsvolle Anstrengung sein, egal unter welchen externen Umständen oder internen Problemen.

Was halten Sie davon, jetzt auf der Stelle etwas zu tun?

Jürgen Schnick

Podcast zu diesem Artikel:

 

 

Internet Marketing für schlaue Leute

Internet Marketing für schlaue Leute


Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden:
  • Facebook
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Wikio
  • Yigg

 

Emailadresse

{ 2 comments… read them below or add one }

Paul Kimmel

Wow… danke Jürgen für diesen Motivations-Boost, denn ich bin seit kurzem auch etwas unproduktiv gewesen und fühlte mich schlecht.

Die Idee in den schlechten Phasen etwas zu produzieren klingt banal, ist aber genial ;) So … nun mache ich mich mal ran an Werk ;)

Stefanie Schmidt

Hallo Jürgen,
dann werde ich jetzt sofort einen Kommentar schreiben…
Ja der innere Schweinehund und gute Ausreden, wenn man sich mal nicht so fühlt sind gefährliche Gegner.
Ich betreibe meinen Blog nun auch schon seit einer Weile und deshalb kenne ich dieses Gefühl von “Das bringt doch sowieso alles nicht” nur zu gut.
Man gibt sich Mühe, ist total begeistert und dann hat man kaum Leser – das kann ganz schön demotivierend wirken.
Aber ich denke das Nicht Aufgeben ist genau das was die Erfolgreichen von den Nichte Erfolgreichen unterscheidet.
Natürlich möchten wir alle gern schnell erste Erfolge sehen und wollen, dass die Leute unsere Arbeit honorieren – aber dafür müssen wir eben mit unserer Arbeit in Vorleistung treten.
Ich selbst freue mich inzwischen über jeden kleinen Anstieg meiner Leser, über jeden Kommentar und über jede Email die ich bekomme.
Dieses Feedback zeigt mir schon, dass das was ich tue einen Sinn hat – und motiviert mich weiter zu machen.

Liebe Grüße
Stefanie

Leave a Comment

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: