Backup der WordPress Installation – wie geht das?
Heute heht es weiter mit dem zweiten Teil des Artikels über die richtige (und wichtige) Erstellung eines Backups für Ihren Blog
Backup der WordPress Installation aber richtig
Erstelle ein Backup – unbedingt !!!!
Erstellen Sie ein vollständiges Backup Ihrer Datenbank. Siehe auch: Backup von WordPress erstellen und Backup der Datenbank.
Im heutigen zweiten Teil geht es um den praktischen Ablauf bei der Erstellung eines kompletten Backup der WordPress Installation. Machen Sie bitte in eigenem Interesse immer ein Backup bevor Sie Upgrades installieren.
Machen Sie ein Backup von allen Dateien, die sich in Ihrem WordPress Verzeichnis befinden. Laden Sie dann das vollständige Backup herunter auf Ihren Computer.
Nun überprüfen Sie noch einmal, ob Ihr Backup auch wirklich vollständig ist.
Überspringen Sie diesen ersten und wichtigsten Schritt nicht! Das Backup ist Ihre Vollkaskoversicherung. Sollte irgendetwas schief gehen, können Sie damit immer den letzten funktionsfähigen Status wiederherstellen.
Deaktiviere alle Plugins
Deaktivieren Sie vorsichtshalber alle Plugins. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, die zwar nicht zwingend, aber empfehlenswert ist.
Lösche die alten Dateien
Löschen Sie alle WordPress-Dateien von Ihrem Webspace bzw. Server. Beachten Sie aber unbedingt die Ausnahmen, die in diesem Abschnitt genannt werden.
Warum löschen? Damit man sichergehen kann, dass wirklich von jeder Datei die neueste Version vorhanden ist. Außerdem fallen in neuen Versionen auch hier und da mal Dateien weg, die dann also “Leichen” übrig bleiben würden.
Wie löschen? Mit Hilfe des FTP Clients, den Sie auch für den Upload von WordPress auf Ihren Webspace genutzt haben.
Sind dann meine Beiträge weg? Nein! Alle Einstellungen, Einträge, Seiten, Benutzerdaten etc. werden in der Datenbank gespeichert. Und diese bleibt erhalten, auch wenn Sie alle Dateien von WordPress löschst.
Die Datei wp-config.php auf keinen Fall löschen.
Auch sollten Sie den Ordner /wp-content/ nicht löschen, damit Ihre Plugins und Themes (sowie Änderungen an selbigen) erhalten bleiben.
Den Ordner in dem Ihre Uploads gespeichert werden (meist befindet sich dieser im Ordner /wp-content/) sollte natürlich auch nicht gelöscht werden.
Benutzen Sie Permalinks, so behalten Sie auch die Datei .htaccess
Lade die neuen Dateien hoch
Laden Sie das aktuellste Versionspaket herunter und entpacke es. Beachten Sie dazu bitte auch (insbesondere bei größeren Versionssprüngen [falls Sie noch ein älteres WordPresss benutzen]) den FAQ-Artikel Was sind die Upgradepakete und wann kann ich sie benutzen?
Laden Sie die neuen Dateien mit FTP genau so hoch, wie Sie es bei der ersten Installation getan haben.
Mach das Upgrade
Rufen Sie in Ihrem Browser /wp-admin/upgrade.php auf. Das sollte ungefähr so aussehen: www.example.org/wordpress/wp-admin/upgrade.php. Anmerkung: Der genaue Pfad hängt natürlich von Ihrer Installation ab.
Nachdem Sie die Datei aufgerufen haben, folgen Sie den Anweisungen auf dem Monitor.
Pass alles richtig an
Wenn Sie vorgefertigte Themes verwenden, besuchen Sie die Seite des Autors und informieren sich, ob sie mit der neuen Version kompatibel sind, oder ob es ein Update gibt. Meist gibt es aber keine Probleme.
Aktivieren Sie schrittweise wieder Ihre Plugins und überprüfen Sie, ob sie augenscheinlich noch korrekt funktionieren. Falls eines Ihrer alten Plugins nicht kompatibel ist, finden Sieim Adminbereich unter Plugins Links auf die Seiten der entsprechenden Autoren. Dort erfahren Sie, ob es ein Update gibt. Bei einigen Plugins gibt es ab WordPress 2.3 auch eine Benachrichtung zu Pluginupdates.
Kompatiblitätslisten werden in der Regel im Codex (engl.) veröffentlicht.
Such die Fehler (wenn es welche gibt)
Wenn nach dem Upgrade in Ihrem Blog ein Haufen Fehlermeldungen erscheinen, liegt es wahrscheinlich am neuen Code. Gehen Sie dann in den Administrationsbereich und deaktivieren alle Plugins. Aktivieren Sie ein Plugin nach dem anderen und finden so heraus, welches nicht mit dem neuen Code kompatibel ist (siehe auch Punkt 6).
Falls Sie in Ihrer alten Installation Änderungen in anderen WordPress Dateien vorgenommen haben, müssen Sie sie jetzt im neuen Code nochmals vornehmen.
Durch ein Upgrade bekommen Sie immer den aktuellsten Code. Bekannte Fehler der vorhergehenden Versionen wurden behoben und der Code wurde insgesamt optimiert.
Falls nach dem Upgrade unerwartet doch Fehler auftreten sollten, können Sie sich mit Ihren Problemen jeder Zeit entweder an das offizielle Supportforum oder an das deutschsprachige Community Forum wenden.
Jürgen Schnick
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{ 5 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Gerne geschehen – selber habe ich das Update bisher aus Zeitgründen noch nicht geschafft. Ich bin seit einiger Zeit nur noch mit meinem Ebook beschäftigt.
Herzliche Grüße Jürgen Schnick
Hallo Jürgen,
habe gerade mein Update 3.0 beendet, und es funktioniert alles super
)
Deinen Artikel habe ich mir zweimal durchgelesen, und dann alles eins zu eins umgesetzt.
Ein wenig bammel hatte ich ja schon, aber jetzt ist die Freude doppelt so groß, und es funktioniert prima, so auch z.b.Tweet This, was vorher nicht laufen wollte.
Ich danke Dir nochmals für die detailierte Anleitung
Herzliche Grüße Frank Vejvoda
Hallo Jürgen,
tolle Anleitung, ich danke Dir für die ausführliche Erklärung zum Backup inclusive der Hintergrundinformationen.
Dein Blog ist gebookmarket
Herzliche Grüße Frank
Ich verwende dieses Plugin schon seit mehr als 5 Monaten und bekomme jeden Tag eine Email mit einem Backup meiner Datenbank von Wordpress. Und genau das soll dieses Plugin ja auch tun. Gruß Jürgen
Ich habe bei mir ein Plugin namens “WordPress Database Backup” installiert. Trotz mehrfacher Anläufe in Foren etc. ist es mir nicht gelungen herauszufinden was
a. gebackuped wird und wohin
b. wie ich sowas wieder einspielen kann.
Denn eigentlich – so denke ich – sollte mir doch das Plugin das Backupen abnehmen – oder irre ich mich?
Kennen Sie dieses Plugin?
Beste Grüsse.
Hanspeter Eberle