FAQ – Webhoster und WordPress

Ich habe mir in den folgenden Abschnitten mal einige Gedanken bezüglich des Themas  “Blog & Webspace” gemacht. Ich hab in letzter Zeit festgestellt, dass viele Menschen sich irgendwo irgendeinen Webspace bestellen, ohne wirklich zu wissen, was Sie wirklich für einen normalen WordPress Blog brauchen.

Zum Glück halten siche die Preise für die Standard-Webhosting-Pakete ja im Rahmen. Vielleicht stört es jemanden auch gar nicht, dass er für 15€ Webspace im Monat hat, diesen aber nur zu 10 % ausschöpfen kann. Wenn dann aber dieser teure Webspace auch noch nicht für WordPress geeignet ist, dann ist das schon schwieriger.

Deshalb habe ich hier eine FAQ für absolute Neulinge geschrieben, die lediglich Spaß am bloggen haben wollen und sich dafür interessieren, aber nicht Unsummen an Geld für Webspace investieren möchten.

Gerne beantworte ich auch weitere Fragen zum Thema Webhosting! Stellt eure Fragen einfach als Kommentar zu diesem Beitrag. Sofern ich diese beantworten kann, werde ich das auch machen! Hin und wieder wird mir sicherlich ein gestandener WP User mit Rat und Tat zur Seite stehen!

Ich werde diese FAQ bei Bedarf immer wieder aktualisieren und Neues hinzufügen!
Frage: Ich möchte einen Blog eröffnen – was brauche ich dafür?

Antwort: Du brauchst dafür Webspace im Internet. Es gibt sehr viele Provider die auch kostenlosen Webspace anbieten, doch davon rate ich ab. Zumindest wenn man seinen Blog auf Dauer benutzen möchte.

Die Nachteile die ein Free Hosting Provider mit sich bringt, liegen ganz klar auf der Hand: Schon Morgen kann dein Blog komplett gelöscht sein! Und Du hast keinerlei Ansprüche! Weg ist in dem Fall unwiderruflich weg! Schade um deine Daten!

Das Einzige was an einem kostenlosen Provider vorteilhaft ist, dass man seinen Blog erstmal testen kann und seine eigenen Fähigkeiten, um festzustellen ob man dies überhaupt kann oder schnell erlernen möchte.

Und um einen Blog eröffnen zu können, benötigst Du Webspace der PHP4 oder 5 und MySQL anbietet. Das ist eigentlich schon “überall” Standard. Es reicht eine Datenbank vollkommen aus!

Schon 3 € montlich sind viel zu viel für einen privaten Weblog, es gibt heute schon viele Angebote, die deutlich darunter liegen.

Frage: Ich brauche kein Server oder so?!

Antwort: Natürlich nicht! Oder hast Du vor gleich hunderte Blogs mit jeweils eigener Datenbank zu eröffnen?! Ein Server lohnt sich erst dann, wenn die Präsenz wirklich viel viel Traffic (Daten-Verkehr) und große Datenbanklastige Scripte hat, wie z.B ein großes Forum mit 100 Usern, die gleichzeitig online sind. Aber das wird man mit einem privaten Blog kaum jemals erreichen.

Für den Betrieb eines privaten Blog’s reicht normaler, günstiger Webspace vollkommen aus. Und da man mit dem Blog ganz klein anfängt, sollte man dies mit dem Webspace genau so halten. Man kann seinen Webspace danach immer noch ändern, erweitern oder kündigen und wo anders hin wechseln.

Sehr preiswert Webspace bekommt man z.B. bei Top-Hoster.de für 2,69 € im Monat, sprich 32,28 € imJahr. All-Incl.com sowie Domainfactory.de sind ebenso aus Erfahrung sehr gute und preiswerte Anbieter.

Sollte ich “mehr” Traffic, Speicherplatz oder zusätzliche Features benötigen, kann ich jederzeit einfach in einen höheren Tarif wechseln, dies geht übrigens bei allen Providern und Tarifupgrades sind normalerweise kostenlos.

Also, wer gleich zum Anfang seiner Blog-Karriere zu einem teuren Angebot greift, z.b mehr als 5 € im Monat bezahlt und das “nur” für einen Blog, der macht hier etwas falsch.

Ich wiederhole: Immer unter der Vorraussetzung, dass es sich nur um einen Blog handelt. Selbstverständlich kann das jeder für sich selber entscheiden, wieviel er/sie für den Webspace bezahlt.

Frage: Aber wie mache ich das nun?! Also was muss ich jetzt machen um einen geeigneten Provider zu finden?

Antwort: Dazu gibt es unzählige Seiten im Internet, wie z.B webhostlist.de, das sehr zu empfehlen ist. Neben sämtlichen Anbietern, die dort erfasst sind, findet man auch Kundenmeinungen zu jedem Provider.

Man sollte sich zwar nicht immer durch fremde Meinungen beeinflussen lassen, aber die Meinung anderer Kunden ist gerade bei diesem Thema durchaus interessant.

Bitte beachten: Es gibt bei jedem Provider immer auch Kunden, die unzufrieden sind oder waren. Das sind einzelne Fälle die hin und wieder vorkommen. Sollte also bei dem Provider deiner Wahl mal ein negativer Punkt zu finden sein, bedeutet es nicht, dass es bei Dir ebenso passiert. Sollten die negativen Meinungen jedoch enorm sein, so lass die Finger vom Provider!

Ansonsten gilt: Erfahrung von anderen ist nicht deine Erfahrung! Oder anders gesagt: Bild Dir Deine eigene Meinung!

Frage: Jetzt weiß ich wie ich einen Webspace-Provider finde, der mir eventuell entspricht. Aber was soll ich nun exakt beim Angebot beachten?


Antwort:
Da ein Blog überwiegend aus “Zeichen” in Textform besteht (Inhalt), nimmt er auch recht wenig Speicherplatz in Anspruch. Ich weiß nicht, wie viel Artikel man bei 100 MB Webspace schreiben kann, aber ich denke, da wird man wohl lange Zeit sehr viel schreiben können. Ich denke bei 100 MB lassen sich sicherlich über 1.000 Artikel verfassen.

Ich gebe hier einfach mal eine Empfehlung zum Start eines Blogs ab:

Speicherplatz: Eigentlich reichen 10 – 20 MB für WordPress vollkommen aus. Aber das ist dann doch etwas zu wenig und ich kenne keinen Anbieter, der so wenig Speicherplatz in seinen Paketen bietet. Ich denke die meisten günstigen Webhosting Pakete dürften zwischen 500 MB und 1.000 MB liegen, wobei ich mehr zu 1.000 MB (1 GB) tendiere.

So hat zum Beispiel All-incl.com kein Angebot unter 1.000 MB Speicherplatz und bei denen geht es bei 1,95 €/Monat los (nur leider ohne PHP und MySQL, doch dazu gleich).

Ich persönlich halte Webspace mit 1.000 MB (1 GB) heute für eine empfehlenswerte Größenordnung.

Man möchte ja vielleicht auch Fotos vom Urlaub online stellen und seinen Freunden zeigen und da ist es sehr von Vorteil, wenn man ausreichend Platz zur Verfügung hat, da viele Bilder unter Umständen (wenn Sie nicht webkonform gemacht worden sind) viel Platz wegnehmen können.

Übrigens: Speicherplatz wird von den meisten Providern oft im Laufe der Vertragslaufzeit kostenfrei erweitert (das passiert einmal im Jahr oder alle 2 Jahre). Das liegt daran, dass Festplatten ja immer größer und billiger werden. Ganz zu Anfang war beim Webhosting der Speicherplatz eines der Dinge, die recht teuer waren, genau wie Traffic (zum Traffic gleich mehr).
Frage: Wie ist denn das mit der Domain?

Antwort: Die Wahl der Domain für den eigenen Blog ist natürlich jedem selbst überlassen. Es hängt immer davon ab, für welche Zielgruppe der Blog sein soll.

Ein rein privater Weblog hat eigentlich keine genaue Zielgruppe, sollte der Blog aber ein spezifisches Thema behandeln, dann empfiehlt es sich auch eine themenorientierte Domain zu registrieren.

Bei nahezu jedem kostenpflichtigen Webspace ist auch eine TLD enthalten (z.b .de Domain!). Im übrigen sind .de Domains mittlerweile sehr günstig und kosten im Schnitt gerade mal 6 € – 12 € im Jahr.

Bei den meisten Providern lassen sich weitere Domains separat zum Webspace registrieren. Ich zahle zur Zeit 49 Cent für jede weitere Domain im Monat, komme also nicht mal auf 6€ pro Domain pro Jahr.

Als Empfehlung sollte der Webspace für den Anfang nicht mehr als eine Domain beeinhalten, das reicht.

Frage: Was ist eigentlich PHP und MySQL, wozu brauche ich das?

Antwort: WordPress basiert auf PHP und MySQL und benötigt beides auch unbedingt, sonst läuft es nicht. Unter PHP werden viele Anfänger sich nichts vorstellen können. Ich kann es hier nur so erklären, dass PHP dafür sorgt, dass dynamische Webseiten mit diversen Abfragen an die Datenbank per MySQL erzeugt werden, während reines HTML nur statische (normale) Webseiten erzeugt.

PHP4 ist Mindest-Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb eines WordPress-Blogs. Allerdings ist das nicht die aktuellste Version. PHP5 ist die aktuellere Version von PHP und wird von WordPress gerne verwendet. Gerade die demnächst kommende Version WordPress 3.0 wird wahrscheinlich PHP5 brauchen.

MySQL ist eigentlich nichts anderes als eine Datenbank, die sämtliche Daten des Blogs speichert. Wird also nun der Blog aufgerufen (Beispiel: blog.de/index.php), sucht sich der PHP Code in der Datei „index.php“ sämtlichen Daten, die abgerufen werden sollen aus der Datenbank und zeigt diese an.
Hier empfehle ich 1 – 2 MySQL Datenbanken

Info: Grundsätzlich reicht eine Datenbank für mehrere WordPress Installationen aus. Bei der Installation von WordPress werden diverse Tabellen in der Datenbank eröffnet. Man kann diese beliebig oft mit unterschiedlichen Bezeichnungen erstellen. Man sollte meines Erachtens nach jedoch seine Datenbank nicht all zu voll packen.

Es werden von den Providern oft mehrere Datenbanken angeboten, um nicht sämtliche Anwendungen über eine Datenbank laufen zu lassen. Das dient vor allem der Übersicht und wird evtentuell wegen der Zugriffsrechte und aus Datenschutzgründen gemacht.
Frage: Was ist eigentlich „Traffic“ und worauf muss ich da achten?

Antwort: Traffic war früher neben dem Speicherplatz eines der Dinge, woran die Provider richtig verdient haben. Im Zeitalter der DSL-Flatrates ist der Traffic weltweit natürlich stark angestiegen.

Mit der Zeit ging der Preis für Traffic natürlich immer weieter nach unten und im Gegenzug steigt auch der im Grundpreis enthaltene Traffic bei allen Providern Jahr für Jahr.

Das mit dem Traffic ist aber dennoch so eine Sache: Man weiß eben nicht, wie viel man braucht. Das kann man nur sehr schwer exakt abschätzen.

Für einen ganz normalen Blog-Betrieb ohne viele Bilder (also ohne Bildergalerien und Downloads – nur neue Beiträge) dürfte zu Anfang jedoch trotzdem 1 GB Traffic ausreichen.

Hier empfehle ich einfach mal mindestens 1 GB Traffic inklusive

Info: Das mit dem Traffic ist ganz einfach zu verstehen. Lade ich eine MP3-Datei von 1 MB auf den Webspace, verursacht dies 1 MB Traffic pro Download.

Demzufolge könnte bei 1 GB Traffic diese MP3 ungefähr 1.000 mal runtergeladen werden und danach muss man für zusätzlichen Traffic zusätzlich zahlen.

Vorsicht: Die meisten Provider haben beim Traffic kein Limit mehr, dass heißt, dass die Website weiterhin erreichbar ist, auch wenn der inklusive Traffic verbraucht ist – aber in dem Moment weitere Kosten verursacht. Normalerweise zahlt man für jedes weitere angefangene GigaByte etwa 0,50 €, manche Provider bieten auch eine Abrechnung in exakten 1 MB Schritten an.

Standard wird aber stark zunehmend die Traffic-Flatrate, also beliebig viel Traffic im Grundpreis inklusive.

Gesamtübersicht Webspace:

Speicherplatz: Min. 100 MB für Text / 1000 MB mit Bildern!
PHP4/5:
Beides ist OK, PHP5 ist daie Zukunft
MySQL:
Min. 1 Datenbank
Traffic:
Min. 1 GB / mit vielen Bildern 5 GB, am besten eine Flatrate

Das ganze darf nicht mehr als 2 – 3€ kosten

Ich denke andere Sachen wie Subdomains, CGI-Scripte und Co. sind hier erstmal uninteressant – und sind in den meisten Webspace Paketen sowieso enthalten.
Und wie erwähnt, lassen sich die meisten Pakete problemlos erweitern.

Frage: Jetzt weiß ich ungefähr wonach ich mich orientieren kann! Ja und was passiert nach der Bestellung vom Webspace?

Antwort: Das sollte man aus der FAQ des gewählten Providers entnehmen. Aber häufig ist es so, dass man seinen Webspace innerhalb der nächsten 45min zu Verfügung hat.

Die TLD Domain ist allerdings meistens erst nach 12 – 24 Stunden erreichbar. Es dauert eine Weile, bis das alles im gesamten Internet aktualisiert ist.
Frage: Und was soll ich dann machen, wenn der Webspace funktioniert?

Antwort: Das solltest Du schon selber wissen. Nun hast Du Webspace. Kannst also WordPress hochladen, installieren und glücklich und zufrieden bloggen!

Die Installation ist eigentlich “recht” einfach, sobald man alle Daten hoch geladen hat und eine einzige Datei bzgl. der Datenbankverbindung konfiguriert hat, so kann das bloggen beginnen. Für WordPress benötigt man keine Programmier-Kenntnisse, was jedoch von Vorteil ist, wenn man sein WordPress verändern oder modifizieren möchte.

…. aber das ist nicht das Thema dieser Seite. Mehr zum Thema Installation von WordPress findet Ihr hier im Blog.

Jürgen Schnick