Werden Sie zur guten Angewohnheit für Ihre Leser – Teil 2

© Jürgen Schnick


Werden Sie zur guten Angewohnheit für Ihre Leser – Teil 2

 

Eines der wirkungsvollsten Gesetze der Natur ist die Massenträgheit. Das Gesetz besagt nicht mehr als dass Dinge dazu tendieren, auch weiterhin das zu tun, was sie gerade tun. Wenn etwas gerade still steht, will es auch weiter still stehen. Wenn etwas sich in eine bestimmte Richtung bewegt, will es sich auch weiter in diese Richtung bewegen.

Im ersten Teil dieses Artikels über die Nutzen eines Autoresponders und Email-Newsletters haben wir über die Grundlagen Ihres eigenen Kundenbetreuungs-Systems gesprochen.

Hier geht es weiter mit dem zweiten Teil.

Dann malen Sie sich ein anderes Bild vor Ihrem geistigen Auge, nämlich eines von „Punkt B“. Wo soll nach Ihrem Willen Ihr perfekter Leser am Ende angekommen sein? Welche Produkte soll er dann von Ihnen gekauft haben? Welches Wissen wollen Sie ihm dann vermittelt haben? Wie wird er dieses Wissen benutzen können? Welche zusätzlichen Dienste wird er von Ihnen in Anspruch nehmen? Denken Sie daran: das hier ist Ihr perfektes Szenario. Wie ist Ihre Version eines Grand-Slam-Sieges?

Letzter Teil der Übung: was muss passieren, damit der perfekte Leser sich auch tatsächlich von Punkt A nach Punkt B bewegt? Was muss er dafür lernen? Was muss er dabei alles berücksichtigen? Welche Zweifel und Sorgen müssen dazu bei ihm überwunden werden? Wofür muss er begeistert werden?

Jetzt schreiben Sie eine individuelle Autoresponder-Nachricht für jeden dieser Punkte. Fangen Sie am besten mit den wichtigsten Punkten an. Wenn die komplette Sequenz dann 178 Nachrichten lang ist, ist das absolut in Ordnung. Der Leser wird so lange brauchen, wie er halt braucht. Und Sie kostet es nicht mehr, ihm weiter Nachrichten zu schicken, als ihn mit seinen Problemen sitzenzulassen. Ihr Job ist es, das „Fließband“ aufzubauen, und dabei ist es völlig gleichgültig, ob es lang oder kurz ist, um Ihre Leser dorthin zu bringen, wo Sie sie haben wollen.

Ihr Autoresponder muss auch nicht mit allen 178 Nachrichten an den Start gehen. Fangen Sie einfach mit den 6 – 8 Ihrer Meinung nach wichtigsten an. Im Laufe der Zeit fügen Sie dann einfach nach und nach weitere Nachrichten der Gesamtsequenz hinzu.

Wenn Sie kein wirklich solides Wissen der Bedenken, Ängste und Bedürfnisse haben, die Sie bei Ihren neuen Lesern adressieren müssen, basteln Sie eine einfache Web-basierte Umfrage und gehen Sie raus und fragen Sie sie, wonach sie genau auf der Suche sind. Sie werden dabei eine Menge sehr erstaunliche Dinge finden.

Blogger können das natürlich auch so machen

Selbst wenn Sie gar keinen Email Newsletter haben, können Sie trotzdem eine Menge Nutzen aus dieser Technik ziehen – auch für einen Blog. Erstellen Sie eine mehrteilige Serie zu dem Themenbereich, der Ihre Leser am meisten interessiert (wenn Sie mehrere solche Themenbereiche haben, dürfen Sie selbstverständlich auch mehrere solche Sequenzen herstellen).

Stopfen Sie die Serie mit nützlichen Informationen  für Ihre Leser voll, und zwar möglichst mit Informationen, die die sofort in der Praxis umsetzen können. Jedes Mal, wenn Ihnen dann ein anderer, neuer Betrachtungswinkel zu dem Thema einfällt, fügen Sie ihn einfach hinzu. Und benutzen Sie durchgängig eine Keyword-Phrase im Titel der Serie, damit die Suchenden bei Google Sie besser finden können.

Dann bauen Sie eine Seite für diese Sequenz und bauen einen oder mehrere Links an prominenter Steller in Ihrem Blog dorthin ein. Sie können auch ein Werbebanner für diese Serie herstellen (lassen) und dieses Werbebanner dann oben über Ihren „Beliebtesten Artikeln“ platzieren. Wichtig ist, dass Ihre Leser ganz sicher herausfinden können, wie sie dorthin kommen.

Außerdem möchte ich Sie an dieser Stelle ermutigen, sich auch für Ihren Blog einen Autoresponder zuzulegen, der Ihren Blog ergänzt. Ein Autoresponder ist eine feine Sache, um eine stärkere Bindung mit Ihren treuesten Fans zu erreichen und um denen zusätzliche Mehrwerte zu geben.

Was ist wenn einer schon bei der Begrüßung bereit ist?

Unterschiedliche Leser sind an unterschiedlichen Stellen des Fließbandes bereit, sich zu binden. Ein paar sind sogar sofort bereit, zu kaufen.

Wenn Sie etwas zu verkaufen haben, muss jede Newsletter-Nachricht solchen Lesern, die „bereit“ sind die Informationen geben, die die brauchen, um tatsächlich sofort zu kaufen.

Aber Sie wollen niemanden zum Kaufen drängen. Stattdessen stellen Sie alles zur Verfügung, was Ihre Leser brauchen, um die Entscheidung zu kaufen für sich treffen zu können und es ihnen dann absolut einfach machen, den Kauf tatsächlich durchzuführen.

Diese beiden Punkte sind wirklich wichtig, daher möchte ich sie noch einmal wiederholen:

  • Schritt 1: alles zur Verfügung stellen, was Leser brauchen, um sich entscheiden zu können, jetzt zu kaufen
  • Schritt 2: es unglaublich einfach zu machen, den Verkauf durchzuführen

Wenn Sie diese beiden Dinge tun, werden Sie sehr bald unglaublich gute Ergebnisse zu sehen bekommen. 95% aller Online-Unternehmen tun das NICHT, weil das Arbeit macht und weil sie keinen klaren Plan haben. Aber Sie werden das tun, weil das eine wirklich interessante Arbeit ist und weil Sie diese Methodik verstanden haben und weil es viel mehr Spaß macht, erfolgreich zu sein, als ständig vor sich hin zu kramen.

Noch ein Punkt: nicht jeder Leser wird auf diesem Weg zu einem Käufer (wir werden in späteren Artikeln darüber reden, wie Sie mit ein paar freundlichen kleinen Knuffen auch die erreichen, die immer nur Zaungäste sind). Aber der hier geschilderte Ansatz ist ziemlich anziehend für Ihre besten Kunden. Damit finden Sie die 20% der Kunden, die Ihnen 80% Ihres Gewinns bringen werden. Picken Sie sich die dicksten reifen Kirschen heraus und kommen Sie danach wieder zurück und machen zusätzliche Verkäufe mit dem Rest der Meute.

Alles Gute, bis bald und …

 

Herzliche Grüße

 

Ihr Jürgen Schnick

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