
In 5 Schritten viral bei Twitter erfolgreich sein
In 5 Schritten viral bei Twitter
Als ich mich 2006 zum ersten Mal mit viralen Textkonzepten befasst habe, hat Twitter noch gar nicht existiert. Heute ist Twitter für jeden ernsthaften Webautoren ein absolutes MUSS, wenn es darum geht, für den eigenen Content die größtmögliche Aufmerksamkeit zu bekommen.
Twitter hat die Möglichkeiten der Informationsverteilung völlig verändert. Links, die noch vor ein paar Jahren in Blogs verteilt wurden, werden heute sehr viel stärker über den Micro-Blogging-Service Twitter verteilt. Dadurch hat sich auch die Strategie grundlegend verändert, die man einsetzen muss, wenn man Content optimal verteilen will.
Im heutigen Blog Post geht es um die viralen Effekte auf der Web 2.0 Plattform Twitter und wie Sie diese für zusätzlichen Traffic für Ihre Website nutzen können.
Als Texter kann man den alten Tagen der Blog Links nachtrauern oder man die neue Realität von Twitter für sich nutzen. Dann wollen Sie, dass Ihr Content bei Twitter „retweetet“ wird, d.h. die Leute geben das, was Sie geschrieben haben an ihre eigenen Follower weiter, üblicherweise zusammen mit einem Link und lenken dann damit hoch qualitativen Traffic auf Ihre Website, wodurch die Zahl der Einträge in Ihrer Liste sehr stark ansteigen kann.
Wie funktioniert dieses retweeten eigentlich? Nun, hier sind die 5 Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie wollen, dass Ihr Content über Twitter viral verteilt wird.
1. Call-to-Action
Das Retweeten ist eine Aktion, von der Sie wollen, dass Ihre Leser sie machen und wie bei vielen Aktionen online ist es am besten, wenn man die Leute direkt darum bittet. Und wenn ein anderer User bei Twitter Ihren Content retweetet, wird er fast immer auch Ihren Call-to-Action mitschicken und der Botschaft seinen Einfluss und seine Glaubwürdigkeit bei seinen Followern hinzufügen.

Viraler Traffic bei Twitter
Meine eigenen Untersuchungen haben gezeigt, dass das Wort „bitte“ in Retweets weit häufiger vorkommt als in anderen Tweets. Ein kurzer Blick zeigt, dass das explizite „bitte retweeten“ oder „RT bitte“ der häufigste Call-to-Action ist und in sehr vielen Retweets vorkommt. Wegen der Beschränkung auf 140 Zeichen und im Interesse der Kürze wird die Kurzform „RT bitte“ am häufigsten verwendet. Und denken Sie immer daran: wenn ein User Ihre Nachricht retweetet, bitte er damit automatisch seine Follower darum, diese Nachricht ebenfalls zu retweeten.
Andere, häufig verwendete Formen des Call-to-Action in Retweets sind:
- „Check out…“
- „Folgt dieser Person“
- „Bitte voten“
- „Helft mir“
- Fragen: wie z.B.: „Was haltet Ihr von …“
2. Timing

Twitter viral
Meine Untersuchungen des Retweeting-Verhaltens bei Twitter haben aber auch ergeben, dass es bestimmte Zeitfenster gibt, in denen besonders oft retweetet wird. Die ersten Tage der Arbeitswoche, also Montag bis Mittwoch haben normalerweise mehr Retweets als die restlichen Tage Donnerstag und Freitag und das Wochenende.
Die Tageszeit scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen. Zwischen 9:00 Uhr und 18:00 Uhr wird wesentlich mehr retweetet als zu den anderen Zeiten. Das heißt für Sie, wenn Sie Ihren Content optimal verteilt bekommen wollen, dann posten Sie ihn in diesen Zeiten.
3. Links

Viraler Traffic bei Twitter
Die Daten zeigen auch, dass fast 70% der Retweets einen Link enthalten. Das ist gut für Internetmarketer, da es zeigt, dass das Retweeten ein akzeptierter Weg ist, Content zu verteilen und es zeigt uns, dass ein Link eine wichtige Zutat für Tweets ist, von denen wir wollen, dass sie retweetet werden.
4. Soziale Wirkung

Virale Effekte bei Twitter nutzen
Praktisch jede Form der viralen Verbreitung von Informationen beinhaltet auch eine soziale Wirkung. Menschen haben eine angeborene Tendenz etwas zu imitieren, vor allem dann, wenn Sie der Meinung sind, dass jemand bessere oder mehr Informationen hat als sie selber. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tweet retweetet wird steigt mit jedem Retweet an.
Daher kann eine Taktik zur Steigerung der Retweets darin bestehen, andere User per Direct Message darum zu bitten, Ihren Content zu retweeten. Das ist besonders dann sehr wirkungsvoll, wenn es Ihnen gelingt, sehr einflussreiche User mit sehr vielen Followern in Ihrer Zielgruppe, dazu zu bringen, Ihren Content weiter zu verteilen, denn diese fügen ja dann ihr eigenes Ansehen, ihre Autorität gegenüber ihren Followern der Nachricht und Ihrem Call-to-Action hinzu.
5. Nutzen
Jeder „Social Media Experte“ wird Ihnen sagen, dass Sie auf den Social Media Plattformen „Nutzen“ hinzufügen müssen (ich selber habe das auch schon gesagt). Eigentlich ist der Begriff „Nutzen“ aber viel zu nebulös, für besser halte ich „nützlichen Hinweis“. In Zusammenhang mit Retweets, entsteht der Nutzen durch verschiedene Formen nützlicher Hinweise. Durch die Analyse sehr vieler Retweets habe ich festgestellt, dass es einige, sehr häufig verwendete Formen gibt:
- Anleitungen in der Form „Wie man ..“
- Neuigkeiten, vor allem sehr aktuelle
- Warnungen vor z.B. Viren, Scam usw.
- Kostenloses und Wettbewerbe
Wie sieht es mit Ihnen aus? Kennen Sie andere Faktoren und Taktiken, die dafür sorgen, dass Ihre Tweets häufig retweetet werden? Dann würde ich mich freuen, wenn Sie dazu hier im Kommentar etwas schreiben würden.
Jürgen Schnick





{ 1 Kommentar… lese ihn unten oderschreibe selbst einen }
Gratulation zu dem Beitrag. Das ist der erste Artikle hier, der mir wirklich “Nutzen” bringt.