Das Twitter Experiment
Mario Schneider hat es mit Erfolg vorgemacht und ich mache es jetzt ebenfalls: Das Twitter-Experiment
Ich habe aktuell bei Twitter über 10.000 deutschsprachige Follower und folge selber etwa genauso vielen bei Twitter. Der Aufbau dieser großen Followerzahl hat eine Menge Arbeit gemacht und bringt auch einiges an Traffic in diesen Blog. Trotzdem habe ich zunehmend den Eindruck, dass meine Tweets nicht ausreichend von Menschen aus meiner Zielgruppe wahrgenommen werden.
Ich habe in den letzten Wochen verstärkt den Eindruck, dass das Interesse an den Tweets anderer bei Twitter immer geringer wird, dafür aber die Anzahl der nur noch als “Werbemüll” oder schlimmstenfalls als “Spam” zu bezeichnenden Tweets sehr stark zugenommen hat.
Am Anfang war es wirklich so, dass mir die Tweets meiner Follower wertvolle Informationen, Linktipps und interessante Neuigkeiten rund um mein Thema, das Bloggen, gebracht haben. Heute beschränkt sich das auf einige wenige Direkt-Nachrichten, den ganzen Rest mit mehreren Hundert Nachrichten pro Tag schaue ich mir kaum noch an.
Ich habe Twitter immer als eine tolle Möglichkeit gesehen, um mit meinen Lesern und Leuten, die sich für meine Themen interessieren, im Kontakt zu bleiben. Doch leider ist es so, dass immer mehr Leute Twitter als Werbeschleuder missverstehen und nur noch sinnlos immer die selben schlecht gemachten Werbebotschaften “verschleudern”, anstatt dem eigentlichen Sinn dieser Plattform zu folgen und sich mit Menschen mit den gleichen Interessen auszutauschen.
Wenn man das bei Twitter macht, dann sollte doch ganz von selber das Interesse der Menschen steigen, die sich ebenfalls für “meine” Themen interessieren und damit müsste sich dann quasi “von selber” die Zahl der wirklich an mir und meinen Fachthemen interessierten Menschen steigern. Dadurch wird meiner Meinung nach auch die Zahl, vor allem aber die Zahl der tatsächlich inhaltlich interessierten Twitterer, die über Twitter auf mein Blog finden, positiv beeinflusst werden.
Für mich müsste das den positiven Effekt haben, dass ich wieder mehr Tweets, Links, Tipps und Hinweise bekomme, die mich wirklich interessieren. Damit kann ich mein Wissen vergrössern, erhalte öfter die Gelegenheit auch mal über meinen fachlichen “Tellerrand” hinweg schauen zu können und lerne bestimmt mehr Menschen können, die mich interessieren als bisher.
Nun kommen wir zum Twitter Experiment:
Ich werde ab sofort beiTwitter allen, denen ich bisher folge, entfolgen (Also von 10.345 auf NULL) und hier in diesem Blogpost darauf hinweisen, dass ich in vier Wochen denen wieder folgen werde, die dann immer noch meine Follower sind. So möchte ich erreichen, dass ich in Twitter nur noch denen folge, die sich auch wirklich für meine Tweets interessieren.
Ebenso folge ich dann in vier Wochen nur denen zurück, die in den Letzten vier Wochen mindestens zwei Tweets gepostet haben. So möchte ich erreichen, dass meine Follower interessiert und aktiv sind. Ich denke alles das zusammen sind die bestenVoraussetzung für eine gute Beziehung zu meinenFollowern.
Wenn Sie also ein Follower von mir sind und Sie sich für meine Tweets interessieren, dann haben Sie bitte vier Wochen Geduld und ich folge Ihnen wieder zurück. Ich freue mich schon jetzt, Sie dann als aktiven Follower begrüßen zu dürfen.
Sie folgen mir noch gar nicht? Dann können Sie das hier tun: http://twitter.com/juergenschnick
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen (und auch mir) viel Erfolg und Freude mit Twitter!
Jürgen Schnick
Meine besten Tweets
Hier stelle ich die interessantes Tweets zusammen, die ich an meine Follower verteile. Ich versuche, meine Follower regelmässig mit aktuellen Informationen über meine Themen per Twitter zu informieren.
Als Newsletter-Teilnehmer bekommen meine Leser diese Informationen regelmässig per Email von mir geschickt. Wenn Sie sich für meinen Newsletter anmelden, können Sie ebenfalls alle 14 Tage die aktuellsten Infos exklusiv von mir bekommen. So verpassen Sie nichts. Sie bekommen dann bequem per Email Informationen rund um das Bloggen und das Online Geld verdienen von mir.
Hier sind die ersten Tweets:
Planung und Koordination von SEO Massnahmen
Kaspersky veroeffentlicht Juni Malware Liste
Kostenfreier Emailkurs zum Thema Social Media Marketing
Jürgen Schnick



















{ 10 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }
Danke fürs Folgen – habe mir gerade mal dein Blog angesehen – geile Fotos. Da werde ich in den nächsten Tagen bestimmt noch mal in Ruhe nachsehen …
Herzliche Grüße Jürgen Schnick
so – das ganze klingt schwer interessant. ich folge dann mal…
finde das verhalten der user irgendwie merkwürdig. ich folge leuten, die mich interessieren und nich weil sie mir folgen. als twitter-neuling schein ich wohl noch viel lernen zu müssen…
Zwischenstand zum Twitter-Experiment 3.Tag: noch 27 Tage folge ich keinem, dann gehts wieder weiter. Bisher haben sich etwas über 600 Follower verabschiedet, einige mit ziemlich bösen Kommentaren, viele mit durchaus positiven Reaktionen.
Auch am 2. Tag hat mir die Aktion deutlich mehr Traffic im Blog gebracht und diese Besucher haben sich nicht nur für das Experiment interessiert.
Jürgen Schnick
Hallo Hans-Herbert, Danke für den Kommentar.
Ich muss da widersprechen. Ich bin noch nie mit automatisierter Software wahllos jemandem bei Twitter gefolgt. Ich habe nur erst jetzt verstanden, dass es nicht der Sinn eines sozialen Netzwerkes ist, Masse statt “Klasse” zu haben. Vielleicht entschuldigt meine noch relative Unerfahrenheit mit sozialen Netzen (ich bin seit knapp einem Jahr bei Twitter) Einiges, sicher nicht alles.
Es ist mir auch vollkommen klar, dass ich mit diesem “Experiment” (das natürlich keines ist, sondern eine “Notbremse”) das Risiko eingehe, dass nur die übrig bleiben, die eh nix merken. Das glaube ich allerdings nur eingeschränkt. Daher werde ich mir nach Ablauf der 4 Wochen jeden einzeln ansehen und dann entscheiden, ob ich ihm/ihr in Zukunft folge. Ich möchte Follower haben, die sich für meine Themen interessieren und von denen ich Infos bekommen kann, die mich interessieren. Mich interessieren da die Menschen und ihre Meinung. Natürlich hätte ich das von Anfang an haben können und gleich selektieren können – hinterher ist man immer schlauer!
Ich habe keine Ahnung, was ein “Social-Media-Guru” ist, ich bin jedenfalls ganz bestimmt keiner und möchte auch keiner sein. Allerdings haben Sie vollkommen Recht, die Gefahr besteht, dass man sich immer nur unter “seines gleichen” unterhält. Das ist aber nicht mein Ziel und das werde ich auch vermeiden, einer der Gründe für mein Twitter-Experiment”.
Ich würde mich freuen, Ihre Meinung dazu zu lesen.
Herzliche Grüße Jürgen Schnick
Ihr Erfolgs-Social-Media-Geld-im-Internet-Gurus macht mir Spaß!
Erst folgt Ihr mit automatisierter Software wahllos unzähligen Twitterern (Fremdsprachigen, Bots, Feed-Accounts), und dann beschwert Ihr Euch, dass keiner zuhört (als ob Euch interessieren würde, was Eure 10.000e Follower so zu berichten haben – Hauptsache, bei “Follower” steht eine möglichst große Zahl).
Übrigens führt dieses Experiment in eine ganz andere Richtung, als Ihr Euch das vermutlich vorstellt: Letztlich bleiben nur die Follower, die Euch so wenig Beachtung schenken, dass sie gar nichts von ihrer Entfolgung mibekommen haben.
Was bleibt: Nur “Social-Media-Gurus” interessieren sich für “Social-Media-Gurus” – Ihr unterhaltet Euch also im Grunde selbst; für normale Twitterer (echte Menschen) seid Ihr vollkommen uninteressant.
P.S.: Bin gespannt, ob dieses Kommentar hier ebenso gelöscht wird wie jenes, das ich damals bei Mario Schneider schrieb.
@Gordon Das mit der SafeList ist eine Funktion von Tweetadder
Zwischenstand zum Twitter Experiment (2. Tag):
Bisher läuft alles nach Wunsch.
340 Follower haben sich verabschiedet, ich folge keinem einzigen mehr (was gar nicht so einfach war, da dieses Tool http://unfollowall.com nicht besonders stabil zu laufen scheint, wenn man sehr viele Follower hat. Ich habe es insgesamt 14x starten müssen, bis alle weg waren).
Der beste Effekt ist, dass gestern 264% mehr Besucher in diesem Blog waren!
Jürgen Schnick
ps: Thomas – was hat es mit der SafeList auf sich, habe ich da eine wichtige Funktion übersehen?
Hoffentlich geht das nicht ins Auge!
Zunächst einmal muß ich Dir recht geben. Ich hatte von Zeit zu Zeit einen Marketing-Twitteraccount mitgepflegt, der eine ähnliche Größenordnung an Followern wie Followees hat. Jedoch war es kaum möglich, noch irgend etwas mitzulesen, da in der Zeit schon wieder 10-20 neue Tweets hereinplatzten. Das ist bei meinem privaten Account mit seinen rund 20 Follows schon manchmal eine Bürde, gerade noch zu handeln.
Andererseits ist ja aus den Richtlinien von Twitter allgemein bekannt, dass “brutales” Entfolgen, also viele auf einmal in sehr kurzer Zeit, mit der Sperrung des Kontos bestraft werden kann. Eine haarige Sache also. Aber selbst wenn – bei Deiner Reputation mache ich mir wenig Sorgen, solltest Du Dich an einen Neuaufbau machen müssen.
Aus meiner Sicht verstoßen persönliche Twitter-Accounts mit 0 Followern gegen den Geist des Social Networks, jegliche Kommunikation bzw. Interaktion ist unmöglich. Glücklicherweise bleibt bei Dir ja noch die Möglichkeit einer E-Mail – wenn es mal brennt, ist also nichts verloren.
Dann hoffe ich mal und bin gespannt, ob das Experiment glimpflich aus- und mit interessanten Erfahrungen einhergeht.
LG, Gordon
Hallo Jürgen,
das Experiment von Mario scheint ja mittlerweile einen viralen Charakter angenommen zu haben. Bin schon mal auf Deine Ergebnisse gespannt, weil ich bei 5000 Followern selbiges vorhabe.
Hab Dich auf jeden Fall schon mal auf meine SafeList gesetzt
Viele Grüße aus Edelfranken
Thomas
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